Rheinmetall-Aktie: Da trauern sie!

Rheinmetall trennt sich von der Automotive-Sparte Power Systems und fokussiert sich künftig vollständig auf Rüstung.

Rheinmetall Aktie - Beitragsbild
Kurz & knapp:
  • Verkauf der Autosparte Power Systems
  • Fokus auf Verteidigungstechnologien
  • Milliardenaufträge aus Rumänien
  • Wertberichtigungen von 200 Millionen Euro

Die Düsseldorfer Aktie von Rheinmetall notierte am Freitagabend mit dem Abfiff der vergangenen Handelswoche bei 1.194,60 Euro und gewann damit minimale 0,20 %. Die eigentliche Börsennachricht ist jedoch nicht die Tagesbewegung, sondern der Verkauf der Automotive-Sparte Power Systems an die Münchner Beteiligungsgesellschaft Aequita. Mit diesem Schritt beendet der Konzern faktisch zu den inzwischen größten Teilen seine jahrzehntelange Doppelrolle als Autozulieferer und Rüstungskonzern.

Am 3. Juni bestätigte Rheinmetall die Veräußerung des Geschäftsbereichs. Mehrere Unternehmensmeldungen sprechen von einem Verkaufspreis von rund 350 Millionen Euro. Gleichzeitig kündigte das Unternehmen an, sich künftig vollständig auf Verteidigungstechnologien zu konzentrieren. Damit fällt einer der letzten großen zivilen Geschäftsbereiche aus dem Konzernverbund heraus.

Rheinmetall: Die Milliarden werden kommen!

Der Zeitpunkt ist bemerkenswert. So meldete Rheinmetall gleichzeitig mehrere Großaufträge aus Rumänien. Allein am 2. Juni berichtete das Unternehmen über Verteidigungsaufträge im Umfang von rund 5,7 Milliarden Euro für Lynx-Kampffahrzeuge sowie weitere militärische Systeme. Die operative Entwicklung im Defence-Geschäft verläuft damit deutlich stärker als die Kursentwicklung der vergangenen Monate.

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Die Transaktion hat allerdings einen Preis. Im Zusammenhang mit dem Verkauf erwartet Rheinmetall Wertberichtigungen von rund 200 Millionen Euro. Diese Belastungen sind zwar überwiegend nicht zahlungswirksam, zeigen aber die schwierige Situation der Autosparte. Die Entscheidung verdeutlicht damit auch, dass die Renditeperspektiven im Verteidigungsgeschäft inzwischen erheblich attraktiver erscheinen als im klassischen Automobilsektor.

Die Analysten bleiben trotz einiger Korrekturen in der jüngeren Vergangenheit trotz der Kursschwäche positiv. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 1.889,38 Euro. Vor Wochen noch lag es bei rund 2.050 Euro. Aber selbst das neue Niveau ist noch ausgesprochen hoch und ein klares Kaufsignal.

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Über Mirko Hennecke 2202 Artikel

Mirko Hennecke ist ein aufstrebender Wirtschaftsjournalist, der mit 25 Jahren bereits eine beeindruckende Karriere vorweist. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Analysen, klare Sprache und ein tiefes Verständnis globaler wirtschaftlicher Zusammenhänge aus.
Spezialisiert auf internationale Finanzmärkte, Wirtschaftspolitik und makroökonomische Entwicklungen, verbindet er präzise Recherche mit einer frischen, zugänglichen Perspektive.

Seine journalistische Laufbahn begann in einer renommierten deutschen Wirtschaftsredaktion, wo er durch analytisches Denken und prägnante Berichterstattung schnell Aufmerksamkeit erregte. Stationen in London und Zürich vertieften sein Verständnis für die europäische Finanzwelt und globale Marktmechanismen. Heute arbeitet Mirko als unabhängiger Journalist und veröffentlicht regelmäßig in führenden Wirtschafts- und Fachmedien im deutschsprachigen Raum, darunter angesehene Publikationen.

Mirko hat einen Abschluss in Wirtschaftswissenschaften (B.Sc.) von einer deutschen Spitzenuniversität, ergänzt durch ein Zertifikat in Finanzjournalismus. Seine Artikel bieten nicht nur Orientierung in komplexen Themen, sondern wurden auch mehrfach ausgezeichnet, darunter ein Nachwuchsjournalismus-Preis im Jahr 2023. Als gefragter Gastautor trägt er zudem zu internationalen Plattformen bei, wo er wirtschaftspolitische Trends und makroökonomische Analysen beleuchtet.

Mit einem Gespür für aktuelle Entwicklungen und einer klaren Handschrift ist Mirko Hennecke eine Stimme, die in der Wirtschaftsberichterstattung gehört wird – sachlich, fundiert und stets am Puls der Zeit.