Volle Auftragsbücher, aber trübe kurzfristige Aussichten. Bei Rheinmetall klaffen Realität und Stimmung derzeit auseinander. Kurz vor der europäischen Berichtssaison dämpfen Analysten die Erwartungen deutlich.
Saisonaler Gegenwind drückt auf den Kurs
Afonso Osorio von Barclays warnt vor einem schwachen Jahresauftakt. Er rechnet mit niedrigen Gewinnen und einem negativen Cashflow im gesamten Rüstungssektor. Christoph Laskawi von der Deutschen Bank teilt diese Skepsis. Er verweist vor den anstehenden Quartalszahlen auf extrem hohe Vergleichswerte aus dem Vorjahr.
Die Zurückhaltung spiegelt sich am Markt wider. Aktuell notiert das Papier bei rund 1.497 Euro. Damit liegt der Kurs knapp 25 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch. Seit Jahresbeginn verbuchen Anleger ein Minus von 6,5 Prozent.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Rheinmetall?
Trotz der kurzfristigen Skepsis halten beide Experten an ihren Kaufempfehlungen fest. Barclays sieht das Kursziel bei 2.125 Euro. Die Deutsche Bank taxiert den fairen Wert auf 2.100 Euro.
Vollgepackter Terminkalender im Mai
Der Mai bringt nun die Entscheidung. Am 7. Mai legt das Management die Karten für das erste Quartal auf den Tisch. Fünf Tage später folgt die virtuelle Hauptversammlung. Dort stimmen Aktionäre über eine Dividende von 11,50 Euro ab.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Rheinmetall?
Die mittelfristige Basis bleibt indes robust. Für das laufende Jahr plant Rheinmetall einen Umsatz von bis zu 14,5 Milliarden Euro. Die operative Marge soll bei rund 19 Prozent liegen. Ein starkes Polster: Mehr als neun von zehn Euro dieser Erlöse sind bereits durch feste Aufträge gesichert.
Parallel dazu winkt ein historischer Vertrag. Das deutsche Beschaffungsprojekt „Arminius“ könnte noch in der ersten Jahreshälfte besiegelt werden. Es geht um über dreitausend Panzerfahrzeuge. Das Gesamtvolumen liegt bei bis zu 40 Milliarden Euro. Rheinmetalls Anteil daran schätzen Experten auf rund 22 Milliarden Euro.
Um diese Nachfrage zu bedienen, hat der Konzern seine Struktur umgebaut. Neue Einheiten wie Air Defence und Digital Systems sollen das Wachstum steuern. Hält die Unterstützung im Bereich von 1.400 Euro, könnte der dichte Terminkalender im Mai den nötigen Impuls für eine Trendwende liefern.
Rheinmetall-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rheinmetall-Analyse vom 16. April liefert die Antwort:
Die neusten Rheinmetall-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rheinmetall-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 16. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Rheinmetall: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


