Heute verliert Rheinmetall am Freitag erneut fast 4 % und fällt auf rund 1.032 Euro. Noch vor wenigen Monaten wurden für die Aktie beinahe doppelt so hohe Kurse bezahlt. Nun schaut der Markt auf die Marke von 1.000 Euro. Es sind nur noch 30 Euro und damit weniger Vorsprung, als die Aktie mit 40 Euro allein heute verloren hat!

Rheinmetall bringt Nachricht um Nachricht, aber es nützt nichts. Ein Beispiel:

Ausgerechnet in dieser schwachen Börsenphase meldet Rheinmetall einen wichtigen Fortschritt in den USA. Der erste Prototyp für das XM30-Programm ist an die US Army ausgeliefert worden. XM30 soll den seit Jahrzehnten eingesetzten Bradley-Schützenpanzer ersetzen. Für Rheinmetall geht es damit nicht um einen gewöhnlichen Einzelauftrag. Das Programm könnte Tausende Fahrzeuge umfassen und über die gesamte Laufzeit einen Wert über 40 Mrd. Dollar haben wird.

Rheinmetall tritt über seine amerikanische Tochter American Rheinmetall an. Insgesamt sollen acht Prototypen bereitgestellt werden. Diese Fahrzeuge werden von der Army getestet und mit dem Konkurrenzangebot von General Dynamics verglichen. In den USA einen solchen Auftrag zu bekommen, wäre auch für das Image der Düsseldorfer schon extrem hilfreich.

Die Analysten werden sich deshalb nicht aus der Reserve locken lassen. Die Stimmung bleibt gehoben. Die Notierungen sind demnach im Mittel rund 1.650 Euro wert. Die technische Analyse indes zeigt klar, dass die Rheinmetall noch im Abwärtstrend ist. Es wird ein Rennen gegen die Zeit und gegen 1.000 Euro. Ein Sturz unter diese Marke würde sicherlich noch einmal richtige Zweifel an den Düsseldorfern auslösen. Charttechniker warnen. Sonstige Analysten aber beruhigen! Die hohen Kursziele der Analysten für die Rheinmetall kommen nicht von ungefähr, sondern berücksichtigen den Rekordauftragsbestand von gut 80 Mrd. Euro!