Rheinmetall schiebt sich langsam wieder aufwärts. Am Dienstagabend schaffte das Papier an der Börse München erstmals seit Tagen wieder einen Kurs im vierstelligen Bereich. Konkret beendete die Aktie den Handel auf einem Niveau von 1.004 Euro und erzielte damit ein Plus von immerhin rund 3,5 %.

Die Analysten sind sich hier der Richtung nach einig

Rheinmetall befindet sich weiter in einem klaren Abwärtstrend. Allerdings musste die Aktie jetzt zumindest aus charttechnischer Sicht ein Zeichen setzen. Die Düsseldorfer könnten es in den kommenden Tagen vielleicht wieder deutlicher nach oben schaffen. Deutlich hieße hier, dass zumindest die Marke von 1.200 Euro erreicht würde. Gelingt es Rheinmetall, auch diese weiteren 200 Euro aufzuholen, dann wäre der Schaden aus den jüngsten Kursrückgängen vom vergangenen Mittwoch wieder vollständig behoben.

Damals war das Papier um 18,6 % nach unten gekracht. Grund war das große Problem, dass die Bundesregierung einen für Rheinmetall bereits sicher geglaubten Auftrag vom Tisch genommen hatte. Es ging um Fregatten über die konzerneigene Tochter NVL. Dieser Fregattenauftrag wird nicht mehr erteilt.

Allerdings hatten Analysten recht früh erkannt und auch beschrieben, dass der wirtschaftliche Schaden dieses Vorgangs nicht so groß sei, dass die Aktie von Rheinmetall derart massiv hätte einbrechen müssen. Insofern sind die Kursziele zumindest überwiegend auf dem früheren Niveau verblieben. Statt 1.900 Euro sehen die Analysten die Aktie nun bei knapp 1.800 Euro. Aber auch das wäre immerhin noch ein Aufschlag von annähernd 80 % auf den Schlusskurs in München am Dienstagabend. Dass die Aktie mehr wert ist, hatte zuletzt in einer eindrucksvollen Studie nach dem Vorwochendesaster das Haus DZ Bank festgestellt. Die Aussagen dazu waren recht eindeutig.