Die Rheinmetall bleibt weiterhin unter Druck. Rund 2 % Verlust standen am Freitag auf den Kurstafeln. Vor der neuen Woche bleibt damit die Skepsis, ob die Aktie den derzeitigen Abwärtstrend kurzfristig verlassen kann.
Charttechniker sind der Auffassung, dass die Aktie zunächst wieder über die Marke von 1.000 Euro steigen müsste, um das technische Bild etwas aufzuhellen. Davon ist derzeit allerdings keine Rede. Die Notierungen bleiben in einer sehr angeschlagenen Verfassung.
Rheinmetall macht bei Investoren noch etwas her
Dabei hat Rheinmetall aus Sicht vieler Investoren weiterhin einiges zu bieten, was an den Börsen derzeit jedoch kaum honoriert wird. So wurde im Juni bekannt, dass das Unternehmen in Rumänien einen Großauftrag gewonnen hat. Rheinmetall sicherte sich dort das größte internationale Auftragspaket seiner jüngeren Unternehmensgeschichte. Es geht um ein Volumen von rund 5,7 Milliarden Euro. Bestandteil des Auftrags sind unter anderem Lynx-Schützenpanzer, Flugabwehrsysteme sowie Marine-Munitionsprojekte im Rahmen eines EU-Projekts.
Ebenfalls im Juni wurde bekannt, dass die Bundeswehr 23 Bergepanzer bestellt hat. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf knapp 500 Millionen Euro. Bemerkenswert ist dabei, dass Rheinmetall auch von den Ersatzbeschaffungen profitiert, nachdem Fahrzeuge an die Ukraine geliefert worden waren.
Hinzu kommt ein weiterer Auftrag für Artilleriemunition aus der Ukraine. Insofern bleiben die Unternehmensnachrichten – mit Ausnahme des verlorenen F126-Fregattenprogramms – insgesamt positiv.
Analysten leiten daraus weiterhin hohe Kursziele ab. Der Markt folgt dieser Einschätzung derzeit allerdings nicht. Stattdessen befindet sich die Aktie unverändert in einem massiven und aus charttechnischer Sicht ausgesprochen schwachen Abwärtstrend. Dies kann sich allerdings auch jederzeit ändern, wenn die Stimmung insgesamt sich für die Düsseldorfer aufhellen wird.
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