Betrachtet man die nackten Zahlen des laufenden Jahres, offenbart sich bei Rheinmetall eine gewaltige Wachstumsstory, die in der aktuellen Kursnotierung von 1.433,20 Euro nach dem neutralen Verlauf des Handels am Mittwoch noch kaum Berücksichtigung findet.
Das Unternehmen steuert eigenen Prognosen zufolge auf einen Jahresumsatz von über 14 Milliarden Euro zu, was einer spektakulären Steigerung von rund 45 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Damit sind die Quartalszahlen, die morgen förmlich vorgestellt werden (dann als offiziell) fast schon gleich: Die Zahlen zum 1. Quartal waren weniger gut als gedacht. Im Gesamtjahr ändert sich quasi an den Prognosen nichts.
Rheinmetall: Das soll in Zukunft alles passieren!
Da die Düsseldorfer gleichzeitig in der Lage sind, ihre Ergebnismargen auf einem stabilen Niveau zu halten, wird dieser Umsatzsprung nahezu eins zu eins in ein Gewinnwachstum von über 40 % münden.
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Trotz dieser fundamentalen Brillanz wirkt die Aktie im Vergleich zu den Höchstständen kurz nach dem Jahreswechsel, als Kurse nahe der 2.000-Euro-Marke erreicht wurden, wie ausgewechselt. Diese Schwäche ist jedoch kaum auf interne Probleme zurückzuführen, sondern vielmehr das Resultat eines branchenweiten Drucks durch Umschichtungen großer Kapitalströme.
Während der Aktienmarkt derzeit noch zögert, untermauert Rheinmetall seine Marktführerschaft durch massive Erfolge im operativen Geschäft, wie den jüngsten 5-Milliarden-Euro-Auftrag aus Rumänien oder die kontinuierlichen Großbestellungen der Bundeswehr verdeutlichen.
Analysten lassen sich von der aktuellen Kursschwäche nicht beirren und bleiben mit Kurszielen von über 2.050 Euro weiterhin extrem optimistisch gestimmt. Für Investoren stellt sich somit die Frage, wie lange die Ignoranz des Marktes gegenüber dieser Gewinn- und Umsatzentwicklung noch anhalten kann. Der morgige Quartalsbericht wird hierbei als entscheidender Katalysator fungieren, um die Unterschiede zwischen dem operativen Glanz und der trüben Kursentwicklung endlich aufzulösen und das Vertrauen in die langfristige Bewertungslage des Düsseldorfer Konzerns wiederherzustellen.
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