1.021,80 Euro stehen für Rheinmetall nach einem weiteren Verlust von 1,05 % am Montag auf der Kurstafel. Innerhalb einer Woche hat die Aktie fast 8 % verloren. Bis zur Marke von 1.000 Euro fehlen damit nur noch rund 22 Euro. Der Abwärtstrend hält an.

Die Entwicklung bleibt gerade aus der Sicht der wirtschaftlichen Positionierung für die Rheinmetall enttäuschend

An der operativen Entwicklung lässt sich die Kursschwäche bislang kaum festmachen. Rheinmetall verfügt über einen Auftragsbestand von mehr als 80 Milliarden Euro. Im zweiten Quartal erzielte der Konzern 3,29 Milliarden Euro Umsatz und einen operativen Gewinn von rund 562 Millionen Euro.

Weitere Aufträge werden die aktuelle Entwicklungen der Rheinmetall in die gewünschte Richtung vorantreiben. Für die Bundeswehr errichtet Rheinmetall in Litauen ein militärisches Camp, das bis zu 2.000 Soldaten aufnehmen kann. Das Auftragsvolumen beträgt rund 250 Millionen Euro. Der Auftrag folgt in einer Phase, in der das gestoppte F126-Programm die Jahresplanung belastet.

Neben dem bestehenden Auftragsbestand stehen weitere Großprojekte in Deutschland und den USA im Raum. Besonders groß ist das Potenzial beim amerikanischen XM30-Programm. Rheinmetall hat bereits den ersten Prototyp an die US-Armee geliefert. Insgesamt sind acht Prototypen vorgesehen. Der Entwicklungsauftrag hat ein Volumen von 764 Millionen Dollar. Bei einem späteren Serienauftrag geht es um rund 4.000 Fahrzeuge und ein mögliches Volumen von mehr als 45 Milliarden Dollar. Dies wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Auch die Stimmung könnte sich deutlich verbessern. Denn der Widerspruch ist auffällig:

Damit steht der schwache Aktienkurs einer weiterhin hohen Auftragsbasis gegenüber. Auch die Analysten haben ihre Erwartungen bislang nicht entsprechend zurückgenommen. Die durchschnittlichen Kursziele liegen bei mehr als 1.650 Euro und damit weit oberhalb der aktuellen Notierung.