Rheinmetall-Aktie: Doch nicht am Ende!

Nach starken Verlusten stabilisiert sich die Rheinmetall-Aktie. Der Rüstungskonzern erweitert sein Portfolio und blickt auf die anstehende Veröffentlichung der Jahreszahlen.

Rheinmetall Aktie - Beitragsbild
Kurz & knapp:
  • Aktie erholt sich nach deutlichem Wochenverlust
  • Übernahme von Naval Vessels Lürssen abgeschlossen
  • Neuer Staatsauftrag für Feldhospitäler in Dänemark
  • Jahreszahlen und Analystenkonferenz am 11. März

Am gestrigen Donnerstag verzeichnete die Düsseldorfer Rheinmetall erneut einen deutlichen Rückgang, der mit rund 5,47 % saftig ausgefallen war. Bei 1.556,50 Euro war für den Düsseldorfer Konzern Schluss. Am Freitag ging es nun immerhin um rund 2,5 % aufwräts, die Kursverluste waren offensichtlich zu dramatisch.

Rheinmetall: Die Aktie kann nicht so verkehrt sein

Die Kursbewegung folgt aktuell auf mehrere wechselhafte Sitzungen in der Woche, in denen der Titel zwischen unterschiedlichen Stimmungsbildern hin- und herschwankte, ohne nennenswerten Anlass im übrigen. Am Mittwoch registrierte der Markt beispielsweise eine Aufwärtsbewegung von 3,2 %, als die Notierung kurzzeitig bis auf 1.646,50 Euro anstieg. Auf der einen Seite ist die Aktie wegen der Schwankungen technisch angeschlagen. Die Notierungen sind noch Ende Februar unter den GD100 gezogen und waren damit in den Abwärtstrend gerutscht.

Technische Modelle reagierten auf dieses Signal mit zusätzlichen Verkäufen aus quantitativen Handelssystemen, wie zumindest anzunehmen ist. Zudem allerdings sorgten die Iran-Eskapaden von Donald Trump Anfang der Woche für einen abrupten Kurssprung von rund 6 %, nachdem Nachrichten über eine militärische Eskalation mit offenem Ausgang zwischen den USA, Israel und dem Iran veröffentlicht wurden. Seither eskaliert die Kriegsberichterstattung.

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Während die kurzfristigen Bewegungen an der Börse dominieren, verändert der Konzern gleichzeitig seine industrielle Struktur, wird dafür aber nicht belohnt. Mit der Übernahme von Naval Vessels Lürssen erweitert Rheinmetall sein Portfolio um militärische Schiffssysteme und positioniert sich erstmals als Hersteller kompletter Kriegsschiffe. Die Integration dieses Geschäftsbereichs betrifft mehrere Werftstandorte in Norddeutschland und erweitert das Angebot um maritime Plattformen.

Ein zusätzlicher operativer Impuls entsteht durch einen neuen staatlichen Auftrag in Skandinavien. Der Konzern erhielt einen festen Zuschlag zur Lieferung mobiler Feldhospitäler für das Verteidigungsministerium in Dänemark.

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Zeitgleich sendet die deutsche Haushaltspolitik ein gegenläufiges Signal für einen Teil der Verteidigungsprogramme. Im Bundestag wurde ein Budgetposten für militärische Drohnenprojekte reduziert, wodurch einzelne Beschaffungsvorhaben in der Planung angepasst werden müssen. Dies wiederum verengt theoretisch den Spielraum der Rheinmetall, wenngleich nur geringfügig. Aber:

Solche politischen Entscheidungen wirken unmittelbar auf Erwartungen über künftige Auftragsvolumina in bestimmten Segmenten der Branche. Neben diesen Faktoren richten sich viele Blicke auf einen Termin im Unternehmenskalender.

Am 11. März veröffentlicht Rheinmetall die Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 und veranstaltet eine begleitende Analystenkonferenz. Die Berichterstattung wird sich darum drehen. Analysten sind derzeit noch immer zufrieden. Sie benennen ein Kursziel von 2.120 Euro als langfristige Referenzgröße für das Papier.

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Über Mirko Hennecke 1629 Artikel

Mirko Hennecke ist ein aufstrebender Wirtschaftsjournalist, der mit 25 Jahren bereits eine beeindruckende Karriere vorweist. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Analysen, klare Sprache und ein tiefes Verständnis globaler wirtschaftlicher Zusammenhänge aus.
Spezialisiert auf internationale Finanzmärkte, Wirtschaftspolitik und makroökonomische Entwicklungen, verbindet er präzise Recherche mit einer frischen, zugänglichen Perspektive.

Seine journalistische Laufbahn begann in einer renommierten deutschen Wirtschaftsredaktion, wo er durch analytisches Denken und prägnante Berichterstattung schnell Aufmerksamkeit erregte. Stationen in London und Zürich vertieften sein Verständnis für die europäische Finanzwelt und globale Marktmechanismen. Heute arbeitet Mirko als unabhängiger Journalist und veröffentlicht regelmäßig in führenden Wirtschafts- und Fachmedien im deutschsprachigen Raum, darunter angesehene Publikationen.

Mirko hat einen Abschluss in Wirtschaftswissenschaften (B.Sc.) von einer deutschen Spitzenuniversität, ergänzt durch ein Zertifikat in Finanzjournalismus. Seine Artikel bieten nicht nur Orientierung in komplexen Themen, sondern wurden auch mehrfach ausgezeichnet, darunter ein Nachwuchsjournalismus-Preis im Jahr 2023. Als gefragter Gastautor trägt er zudem zu internationalen Plattformen bei, wo er wirtschaftspolitische Trends und makroökonomische Analysen beleuchtet.

Mit einem Gespür für aktuelle Entwicklungen und einer klaren Handschrift ist Mirko Hennecke eine Stimme, die in der Wirtschaftsberichterstattung gehört wird – sachlich, fundiert und stets am Puls der Zeit.