Rheinmetall bekommt gleich von zwei Seiten Rückenwind: neue System-Premieren auf der Enforce Tac und ein Bundeswehr-Auftrag für Kamikazedrohnen, der näher rückt. Trotzdem kommt die Aktie zuletzt nicht richtig vom Fleck. Der Grund: Anleger schauen weniger auf die Schlagzeilen – und mehr auf die anstehenden Zahlen und die Erwartungen für 2026.
Bundeswehr plant Milliarden für Kamikazedrohnen
Am 25. Februar hat der Haushaltsausschuss des Bundestags den Weg für die Beschaffung von Kamikazedrohnen freigemacht. Zunächst wurden Verträge mit den Startups Helsing und Stark Defence gebilligt – jeweils über rund 268 Millionen Euro. Gleichzeitig setzte der Ausschuss eine Obergrenze: Pro Anbieter sollen die Käufe auf jeweils bis zu eine Milliarde Euro gedeckelt sein.
Rheinmetall könnte als dritter Anbieter in den kommenden Wochen nachziehen. Laut einem Bericht der Financial Times soll für den Konzern zunächst ein Volumen von 269 Millionen Euro im Raum stehen. Als wichtiger Baustein gilt ein erfolgreicher Test der Rheinmetall-Drohne FV-014 Mitte Februar, der das Unternehmen laut WirtschaftsWoche wieder in eine bessere Position gebracht haben soll. Über den Vertrag könnte der Bundestag demnach in der Sitzungswoche ab dem 13. April entscheiden.
Die Dimension ist dabei größer als die ersten Tranchen vermuten lassen: Laut Deutschlandfunk plant das Verteidigungsministerium Ausgaben von bis zu 4,4 Milliarden Euro für Kamikazedrohnen in den kommenden Jahren. Eine fünfstellige Stückzahl steht im Raum, erster Empfänger soll die „Brigade Litauen“ werden. Ein SPD-Haushaltspolitiker betonte laut Defense News, man wolle alle Anbieter gleich behandeln.
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Enforce Tac: Neue Systeme im Schaufenster
Parallel zur Auftragsdiskussion nutzte Rheinmetall die Enforce Tac 2026 (23.–25. Februar) für Produktneuheiten. Zu den präsentierten Systemen gehörte der „Fuchs JAGM“, ein Raketenpanzerjäger auf Basis des Fuchs-6×6, der mit bis zu 24 vertikal startenden Lenkflugkörpern (u.a. AGM-179 JAGM oder Hellfire-Varianten) bestückt werden kann.
Außerdem zeigte das Unternehmen die ferngesteuerte Waffenstation RCWS 320C-UAS zur Drohnenabwehr. Laut EDR Magazine steht das System bereits „unter Vertrag“ und ist als Effektor für den Boxer NNbs der Bundeswehr vorgesehen. Entwickelt wird es in einem Konsortium aus Rheinmetall Electronics, Diehl Defence und Hensoldt Sensors; als Bewaffnung wird eine Minigun mit hoher Kadenz genannt.
Warum die Aktie trotzdem nachgibt
Trotz der operativen Schlagzahl zeigt der Kurs zuletzt eher eine Korrektur. Der Schlusskurs von gestern (Donnerstag) lag bei 1.675,50 Euro. Auf 30 Tage summiert sich das Minus auf -9,16% – und der Kurs liegt damit rund 16% unter dem 52‑Wochen‑Hoch von 1.995 Euro. Gleichzeitig bleibt das Bild über zwölf Monate stark: +67,78%.
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Auffällig ist zudem die kurzfristige Überhitzung: Der RSI (14 Tage) liegt bei 83,7. Das passt zu einer Phase, in der selbst gute Nachrichten nicht automatisch neue Käufer anziehen, weil vieles bereits eingepreist wirkt.
Der nächste harte Katalysator steht zudem schon im Kalender: Am 10. März wird der Geschäftsbericht 2025 erwartet, anschließend folgt die Analystenkonferenz. Genau hier dürfte sich entscheiden, ob die vielen Projekte auch in eine Erwartungskurve für 2026 übersetzt werden, die den Markt überzeugt.
Zum Kontext: In einem Pre-Close-Call hatte Rheinmetall bereits Indikationen für 2026 genannt (operative Verteidigungsumsätze 15 bis 16 Milliarden Euro, EBIT-Marge 18 bis 20 Prozent). Diese Aussagen lagen laut Quelltext unter den damaligen Markterwartungen – und hatten Anfang Februar bereits spürbaren Verkaufsdruck ausgelöst.
Im Fokus bleiben damit zwei Zeitmarken: Sitzungswoche ab dem 13. April für eine mögliche Bundestagsentscheidung zum Drohnenvertrag – und der 10./11. März mit dem Geschäftsbericht und der Analystenkonferenz, die kurzfristig den Takt für die Aktie vorgeben dürften.
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