Rheinmetall prüft laut Medienberichten die Übernahme des bayerischen Raumfahrtunternehmens Mynaric und rückt damit ein Technologiefeld in den Fokus, das weit über klassische Rüstungsgüter hinausgeht. Mynaric entwickelt laserbasierte Kommunikationssysteme für Satelliten und ermöglicht hochsichere Datenübertragung im All. Diese Technologie gilt als zentral für vernetzte militärische Operationen, bei denen Informationen in Echtzeit zwischen Satelliten, Fahrzeugen und Gefechtsständen fließen.

Ursprünglich plante der US Konzern Rocket Lab die Übernahme von Mynaric. Nun strebt Rheinmetall eine nationale Lösung an. Berlin verfolgt den Vorgang mit großem Interesse, da die Sicherung sensibler Hochtechnologie im Inland politische Priorität besitzt. Mynaric kämpfte zuletzt mit finanziellen Engpässen. Rheinmetall könnte als kapitalstarker Partner einspringen und zugleich eigenes Know-how im Bereich digitaler Gefechtsführung ausbauen.

Der Schritt passt zur strategischen Neuausrichtung des Düsseldorfer Konzerns. Die Börsen aber scheinen sich dafür gegenwärtig nicht oder kaum zu interessieren.

Rheinmetall: Die Strafe für die Verunsicherung der Börsen

Die Notierungen sind derzeit schwächer. -1,8 % stehen heute auf den Kurstafeln. Mit nun nur noch 1708,50 Euro ist die Aktie immerhin vergleichsweise etwas fester als im Laufe des Vormittags. Es fehlt nur der richtige Ausbruch, nachdem Donald Trump mit den Zolldiskussionen die Börsen verunsichert. Generell aber sind die Aussichten ausgezeichnet.

Rheinmetall erweitert sein Profil seit Jahren vom traditionellen Waffenhersteller hin zu einem integrierten Technologieanbieter. Die Verknüpfung satellitengestützter Daten mit landbasierten Systemen zum Beispiel mit einer möglichen Kooperation mit OHB eröffnet neue Möglichkeiten bei Aufklärung, Zielerfassung und Einsatzkoordination. Laserkommunikation erhöht dabei Geschwindigkeit und Sicherheit der Datenübertragung erheblich.

Letztlich sind auch Analysten noch immer sehr zuversichtlich. Die gehen aktuell davon aus, die Aktie könnte sich auf 2127 Euro aufwärts schieben. Das sind über 22 % Plus. Einzelne Analysten sehen sogar noch deutlich höhere Chancen.