Die Rheinmetall-Aktie zeigte sich zum Ende der Woche etwas fester. 1594,50 Euro sehen derzeit auf den Kurszetteln der Investoren. Die dürften noch enttäuscht sein. Der Kurs verläuft damit weiterhin z. B. unter dem GD200 als langfristigem Aufwärtstrend-Indikator bei rund 1730 Euro. Also geht es aktuell viel zu schwach weiter.

Rückblick auf den 11. März, den Mittwoch: Auslöser für die Kursschwankungen und einen Rückgang von gut 8 % am Mittwoch waren die jüngsten Geschäftszahlen des Düsseldorfer Rüstungskonzerns. Für das Jahr 2025 meldete Rheinmetall einen Umsatz von 9,94 Milliarden Euro, was einem Wachstum von 29 % im Verteidigungsgeschäft entspricht. Das operative Ergebnis stieg gleichzeitig auf 1,84 Milliarden Euro. Daraus ergibt sich eine operative Marge von 18,5 %.

An der Börse reichten diese Zahlen jedoch nicht aus, um die Erwartungen zu erfüllen. Einige Analysten hatten mit einem Umsatzwachstum von rund 35 % gerechnet.

Rheinmetall: Die Beobachter und die Märkte wollten viel mehr!

Auch bei der Marge lagen Prognosen teilweise nahe der Marke von 19 %. Das leichte Verfehlen dieser Ziele genügte, um den Kurs kurzfristig deutlich unter Druck zu setzen.

Was die Börsen entweder nicht gesehen oder nicht bewertet haben, ist der langfristige Auftragsbestand. Der ist und bleibt außergewöhnlich hoch. Ende des Jahres 2025 lag das Volumen der Bestellungen bei 63,8 Milliarden Euro. Viele dieser Programme reichen mehrere Jahre in die Zukunft und sichern damit eine langfristige Auslastung der Produktionslinien.

Schon 2026 wird es weiter gehen: CEO Armin Papperger hat für 2026 einen Umsatz von bis zu 14,5 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Gleichzeitig trennt sich das Unternehmen zunehmend vom zivilen Automobilzuliefergeschäft (weiter) und richtet seine Struktur stärker auf militärische Systeme aus. Auch die Konkurrenz oder die freundliche Konkurrenz sollte die Stimmung nun antreiben.

Neben den Geschäftszahlen sorgte zuletzt auch eine Branchenmeldung für Bewegung im Sektor. Der italienische Rüstungskonzern Leonardo kündigte ambitionierte Wachstumsziele bis zum Jahr 2030 an und hob seine Dividende um 21 % an. Die Aktie des Unternehmens stieg daraufhin in Mailand um mehr als 9 %, was auch andere europäische Verteidigungswerte kurzfristig unterstützte.

Am Ende steht, dass es Analysten gibt, die jederzeit mit einem sehr mächtigen Ausbruch nach oben für die Rheinmetall rechnen.