Die Aktie von Rheinmetall notierte zum Wochenschluss bei 1.293,40 Euro und legte am Freitag an der Börse Xetra immerhin um 0,73 % zu. Damit setzte sich die Erholung der vergangenen Tage fort. Auf Wochensicht steht ein Plus von 5,39 %, während die Aktie auf Drei-Monatssicht weiterhin 22,25 % unter dem früheren Niveau liegt. Genau dieser Unterschied zwischen kurzfristiger Erholung und mittelfristiger Schwäche bestimmt aktuell die Diskussion um den Rüstungskonzern. Denn es scheint möglich, dass die Düsseldorfer sich endlich wieder erholen.
Analysten sind hier schon lange (fast) einer Meinung!
Besonders auffällig ist dabei der Abstand zwischen Börsenkurs und Analystenschätzungen. Das durchschnittliche Kursziel von 21 Analysten liegt bei 1.889,38 Euro. Daraus ergibt sich ein rechnerisches Aufwärtspotenzial von 46,08 %. Die durchschnittliche Empfehlung lautet weiterhin Kaufen. Einzelne Häuser liegen sogar noch darüber.
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Die Deutsche Bank bestätigte am 28. Mai ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 2.100 Euro. Barclays bekräftigte am 22. Mai die Einstufung Overweight und nennt 2.035 Euro als Zielmarke. UBS bleibt ebenfalls positiv und sieht den fairen Wert bei 1.600 Euro, was zwischenzeitlich wegen der deutlichen Rückstufung allerdings auch für einen kleinen Schock gesorgt hatte. Lediglich Jefferies senkte jüngst sein Kursziel auf 1.890 Euro, hält aber an der Kaufempfehlung fest.
Die Börse folgt dieser Zuversicht bislang nur teilweise. Seit Jahresbeginn hat die Aktie 17,14 % verloren. Auch im Monatsvergleich steht ein Minus von 4,60 %. Damit liegt der Kurs trotz der jüngsten Erholung deutlich unter dem Jahreshoch von 2.008 Euro. Das zeigt, dass Investoren derzeit höhere Anforderungen an neue Kursimpulse stellen als noch zu Jahresbeginn.
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Es ist recht einfach: Fundamental liefert Rheinmetall weiterhin starke Wachstumszahlen. Für 2026 rechnen Analysten mit einem Umsatz von 14,15 Milliarden Euro und einem Nettogewinn von 1,64 Milliarden Euro. Für 2027 werden bereits 19,01 Milliarden Euro Umsatz sowie 2,44 Milliarden Euro Nettogewinn erwartet. Gleichzeitig sinkt das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis von 36,1 auf 24,5. Die Marktkapitalisierung liegt aktuell bei rund 60,2 Milliarden Euro.
Neue Unternehmensmeldungen liefern zusätzliche Argumente für die Analysten. Rheinmetall platzierte erfolgreich eine Anleihe über 500 Millionen Euro am Kapitalmarkt. Darüber hinaus meldete das Unternehmen weitere Lieferungen von Laser-Licht-Modulen für die Bundeswehr sowie zusätzliche Logistikaufträge. Zudem bestellte die Bundeswehr in der vergangenen Woche gleich über 2.000 Militär-LKW. Diese Nachrichten zeigen, dass bestehende Beschaffungsprogramme weiterhin in konkrete Umsätze übergehen. Das hilft offenbar!
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