Starke Auftragsbücher, schwacher Kurs — bei Rheinmetall klaffen operative Stärke und Börsenbewertung seit Wochen auseinander. Mit dem Quartalsbericht am 7. Mai und der virtuellen Hauptversammlung am 12. Mai stehen nun zwei Termine an, die das ändern könnten.
Kurs nahe Jahrestief trotz Milliarden-Aufträge
Die Aktie schloss zuletzt bei rund 1.355 Euro — und damit knapp über dem 52-Wochen-Tief von 1.309,80 Euro. Seit Jahresbeginn hat das Papier rund 14 Prozent verloren. Das ist bemerkenswert, weil der Düsseldorfer Rüstungskonzern in der vergangenen Woche allein Verträge im Wert von über fünf Milliarden Euro abschloss.
Der Auftragsbestand liegt auf einem Rekordniveau von 63,8 Milliarden Euro, 36 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Book-to-Bill-Ratio überstieg 200 Prozent. Trotzdem: Der Kurs reagierte kaum.
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Wesentlicher Belastungsfaktor ist die geopolitische Lage. Signale eines ukrainischen Regierungsvertreters über Fortschritte bei einem möglichen Friedensabkommen sorgten sektorweit für Verkaufsdruck. Ein Goldman-Sachs-Korb aus europäischen Verteidigungsaktien verlor zeitweise mehr als fünf Prozent, Rheinmetall und Wettbewerber wie Hensoldt und Leonardo büßten jeweils mehr als sieben Prozent ein. Europäische Rüstungsaktien liegen damit rund elf Prozent unter ihren 2026er-Hochs — obwohl die Gewinnschätzungen für den Sektor gestiegen sind.
Quartalsbericht: Margen müssen überzeugen
Am 7. Mai legt Rheinmetall die Ergebnisse für das erste Quartal 2026 vor. Investoren erwarten vor allem Belege für stabile Margen und eine intakte Lieferkette. Für das Gesamtjahr peilt der Konzern ein Umsatzwachstum von 40 bis 45 Prozent auf 14,0 bis 14,5 Milliarden Euro an, bei einer operativen Marge von rund 19 Prozent.
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Der Analystenkonsens bleibt konstruktiv: Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 2.051 Euro, die Spanne reicht von 1.450 bis 2.500 Euro. Keiner der 15 befragten Analysten empfiehlt den Verkauf.
Hauptversammlung: Dividende soll auf 11,50 Euro steigen
Fünf Tage nach dem Quartalsbericht, am 12. Mai um 10:00 Uhr MESZ, findet die virtuelle Hauptversammlung statt. Dem Aktionärsplenum wird vorgeschlagen, für das Geschäftsjahr 2025 eine Dividende von 11,50 Euro je Aktie auszuschütten — nach 8,10 Euro im Vorjahr. Die Zustimmung der Aktionäre ist noch ausstehend. Wer dividendenberechtigt sein will, muss die Aktie spätestens am 12. Mai im Depot halten; am Folgetag notiert das Papier ex Dividende.
Liefern die Q1-Zahlen den Margennachweis, den der Markt seit Wochen einfordert, könnte die Bewertungsschere zwischen Auftragsrealität und Kursniveau zumindest teilweise schließen.
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