Rheinmetall marschiert wieder nach oben. Die Aktie überwand jetzt die Marke von 1.500 Euro und setzte damit ein wichtiges Signal. Sie ist wieder da. Rund 1,7 % Gewinn am Mittwoch sind ein Zeichen: 1.516 Euro sind die neue Ausgangsbasis. Nun hat dies ggf. mit einer Erholung der Rüstungsbranche zu tun. Die ist in diesen Stunden wieder deutlich auf dem Vormarsch.

Die scheint sich auch bei anderen Aktien darüber zu freuen, dass die Ukraine-Verhandlungen derzeit noch nicht gut laufen oder kein Ergebnis brachten. Einerlei: Die Aktie gilt unter Experten ohnehin als vergleichsweise günstig. Denn die Rheinmetall geht davon aus, der Umsatz werde sich in den kommenden fünf Jahren um das Fünffache erhöhen. Das wäre ein Knall.

Rheinmetall: Fünf Mal so gut. Damit konnte man nicht rechnen

Auch die Analysten greifen solche Ergebnisse schon auf. Die Schätzungen sind weiter gestiegen. Einige Analysten sind der Meinung, dass die Rheinmetall sogar deutlich unterbewertet ist. Die durchschnittlichen Kursziele sind und bleiben derzeit auf etwa 2.150 Euro fixiert. Das hilft der Aktie sicherlich ganz aktuell noch nicht, zeigt indes die Perspektiven. Zumindest aus der wirtschaftlichen Warte.

Damit hält das Research-Umfeld die Bewertung für interessant.

Der Markt folgte dieser Einschätzung jedoch nicht. Händler verwiesen auf politische Risiken und sahen keinen klaren Pfad für kurzfristige Anstiege. Das Interesse konzentrierte sich vor allem auf die Frage, ob irgendwann ein Friedensschluss in der Ukraine zum „Problem“ würde. Für die Rüstungsindustrie indes sicher nicht. Die Auftragswelle läuft ohnehin bereits auf vollen Touren. Die Rheinmetall sucht auch schon nach Personal. Der Bestand soll bis 2030 um 75 % steigen. Wenn das keine klare Auskunft über die Perspektive der Düsseldorfer ist: Die Aktie hat damit enormes Potenzial, so die wirtschaftlich orientierten Analysten.