Rheinmetall-Aktie: Es bröckelt!

Rheinmetall verkauft Power Systems an AEQUITA und fokussiert sich auf Verteidigung. Die Aktie verliert trotz Rekordauftragsbestand von 73 Mrd. Euro.

Rheinmetall Aktie - Beitragsbild
Kurz & knapp:
  • Verkauf der Sparte Power Systems besiegelt
  • Fokuswechsel hin zu reinem Rüstungskonzern
  • Aktie verliert 15,7% innerhalb eines Monats
  • Auftragsbestand erreicht 73 Milliarden Euro

Das Drama um die Rheinmetall hält im Grunde an. Am Freitag verlor der Titel zwar nicht mehr, kam aber im Abendhandel an der Börse München über rund 1.900 Euro nicht mehr hinaus. Dennoch geht es für die Düsseldorfer noch immer voran. Die Nachricht der Woche (oder zumindest eine der beiden entscheidenden Nachrichten): Der Verkauf der Sparte Power Systems an die Industriegruppe AEQUITA wurde vertraglich fixiert. Der vorläufige Kaufpreis beträgt 350 Millionen Euro. Mit dem Abschluss der Transaktion im vierten Quartal 2026 wird Rheinmetall zu einem reinen Verteidigungskonzern mit der Ausnahme, dass noch etwas an zivilen Projekten z. B. in Spanien erhalten bleibt.

Rheinmetall: Alles ist hier neu!

Der Schritt markiert einen tiefgreifenden Umbau des Unternehmens. Jahrzehntelang gehörten zivile Aktivitäten im Automobilbereich zum Konzernportfolio. Künftig konzentriert sich Rheinmetall vollständig auf militärische Systeme, Munition, Luftverteidigung, Digitalisierung und unbemannte Plattformen.

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Die Börse bewertet diesen Umbau bislang zurückhaltend. Innerhalb eines Monats verlor die Aktie 15,72 %, auf Sicht von drei Monaten summiert sich das Minus auf 21,80 %. Die jüngste Kurserholung ändert damit zunächst wenig am Bild einer ausgeprägten Konsolidierung nach den Höchstständen des Frühjahrs.

Und dennoch entwickelt sich das Verteidigungsgeschäft jedoch weiterhin positiv. Der Auftragsbestand erreichte laut dem Bericht zum 1. Quartal rund 73 Milliarden Euro. Damit übersteigt der Bestand mehr als fünf Jahresumsätze und liefert eine gute Grundlage als Einschätzung für die kommenden Jahre.

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Auch die Finanzkennzahlen spiegeln die erwartete Expansion wider. Analysten prognostizieren einen Umsatzanstieg von 14,15 Milliarden Euro auf 19,01 Milliarden Euro zwischen 2026 und 2027. Der Nettogewinn soll gleichzeitig um rund 49 % auf 2,44 Milliarden Euro steigen. Zudem wird für 2027 eine Nettoliquidität von 3,07 Milliarden Euro erwartet.

Schon deshalb sind die Analysten wohl zuversichtlich. Beispiele: Die Deutsche Bank hält an ihrem Kursziel von 2.100 Euro fest. Barclays nennt 2.035 Euro und Jefferies 1.890 Euro. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 1.889,38 Euro. Das wären aktuell mehr als 50 %!

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Über Mirko Hennecke 2200 Artikel

Mirko Hennecke ist ein aufstrebender Wirtschaftsjournalist, der mit 25 Jahren bereits eine beeindruckende Karriere vorweist. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Analysen, klare Sprache und ein tiefes Verständnis globaler wirtschaftlicher Zusammenhänge aus.
Spezialisiert auf internationale Finanzmärkte, Wirtschaftspolitik und makroökonomische Entwicklungen, verbindet er präzise Recherche mit einer frischen, zugänglichen Perspektive.

Seine journalistische Laufbahn begann in einer renommierten deutschen Wirtschaftsredaktion, wo er durch analytisches Denken und prägnante Berichterstattung schnell Aufmerksamkeit erregte. Stationen in London und Zürich vertieften sein Verständnis für die europäische Finanzwelt und globale Marktmechanismen. Heute arbeitet Mirko als unabhängiger Journalist und veröffentlicht regelmäßig in führenden Wirtschafts- und Fachmedien im deutschsprachigen Raum, darunter angesehene Publikationen.

Mirko hat einen Abschluss in Wirtschaftswissenschaften (B.Sc.) von einer deutschen Spitzenuniversität, ergänzt durch ein Zertifikat in Finanzjournalismus. Seine Artikel bieten nicht nur Orientierung in komplexen Themen, sondern wurden auch mehrfach ausgezeichnet, darunter ein Nachwuchsjournalismus-Preis im Jahr 2023. Als gefragter Gastautor trägt er zudem zu internationalen Plattformen bei, wo er wirtschaftspolitische Trends und makroökonomische Analysen beleuchtet.

Mit einem Gespür für aktuelle Entwicklungen und einer klaren Handschrift ist Mirko Hennecke eine Stimme, die in der Wirtschaftsberichterstattung gehört wird – sachlich, fundiert und stets am Puls der Zeit.