Der Düsseldorfer Rüstungskonzern hat für das abgelaufene Geschäftsjahr historische Bestmarken bei Umsatz und Gewinn präsentiert. Dennoch reagierten Investoren zunächst mit Verkäufen, da die ehrgeizigen Prognosen der Analysten knapp verfehlt wurden. Die jüngste Übernahme im Marinesektor und prall gefüllte Auftragsbücher rücken nun die langfristige Wachstumsstory wieder in den Fokus.
Mit einem Umsatzplus von 29 Prozent auf 9,94 Milliarden Euro und einem operativen Ergebnis von 1,84 Milliarden Euro wuchs Rheinmetall 2025 dynamisch. Die operative Marge kletterte auf 18,5 Prozent. Der Markt hatte sich allerdings auf Erlöse jenseits der 10-Milliarden-Marke eingestellt. Bei einer historisch hohen Bewertung im Vorfeld führte diese leichte Verfehlung am Mittwoch zunächst zu einem spürbaren Kursrückgang. Inzwischen haben Käufer das Niveau zur Aufstockung genutzt. Bis zum Freitagsschlusskurs bei 1.592,00 Euro erholte sich das Papier deutlich, notiert aber weiterhin gut 20 Prozent unter dem Rekordhoch vom vergangenen September.
Neue Marinesparte treibt Auftragsbestand
Ein zentraler Baustein für das künftige Wachstum ist die abgeschlossene Übernahme von NVL. Mit der neuen Division „Naval Systems“, zu der auch die Hamburger Blohm+Voss-Werft gehört, wandelt sich der Konzern zum Generalunternehmer auf See. Dieser Schritt steuert unmittelbar bis zu sechs Milliarden Euro zum Auftragsbestand bei.
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Insgesamt wuchs das Orderbuch bis Ende 2025 auf 63,8 Milliarden Euro an. Angetrieben durch europäische Rüstungsprogramme und geopolitische Konflikte rechnet das Management für das laufende Jahr sogar mit einem Anstieg auf über 135 Milliarden Euro.
Ambitionierte Ziele für 2026
Für das neu strukturierte Geschäftsjahr 2026 ruft der Vorstand ein starkes Umsatzwachstum aus. Auch hier lag der Analystenkonsens mit 15 Milliarden Euro leicht über der konzerneigenen Zielspanne. Anleger werden für ihre Geduld immerhin mit einer deutlich höheren Gewinnausschüttung entschädigt.
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Die wichtigsten Eckdaten der neuen Prognose:
– Umsatzprognose 2026: 14,0 bis 14,5 Milliarden Euro
– Erwartete operative Marge 2026: rund 19 Prozent
– Dividendenvorschlag für 2025: 11,50 Euro je Aktie
– Umsatzziel für 2030: rund 50 Milliarden Euro
Die anfängliche Kursreaktion zeigt, dass der Markt bei Rheinmetall mittlerweile Perfektion einpreist. Die Integration der neuen Werften und das zügige Abarbeiten der Rekordaufträge müssen nun reibungslos verlaufen, um die aktuelle Bewertung zu rechtfertigen. Der nächste fundamentale Prüfstein für die Aktie folgt am 7. Mai 2026 mit der Vorlage der Bilanz für das erste Quartal.
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