An der Börse München markierte die Aktie von Rheinmetall am Freitag einen Kurs von 1.214,80 Euro. Nach dem Minus von 7,42 % am Donnerstag beschleunigte sich der Abwärtsdruck zum Wochenabschluss erheblich. Die Investoren bewerten nach den Zahlen vom Donnerstag zum ersten Quartal den operativen Free Cashflow von minus 285 Millionen Euro kritisch, da dieser eine deutliche Kehrtwende zum Vorjahreswert von plus 243 Millionen Euro darstellt. Das ist ggf. hier ein Problem für die Börsen, wenn man denn Probleme sucht!
Die Konzernleitung begründet diesen Abfluss mit einer notwendigen Bevorratung, um die Abarbeitung des Auftragsbestands von 73 Milliarden Euro zu gewährleisten. Dieser Rekordwert bei den Bestellungen entspricht einer Steigerung von 31 % im Vergleich zum Vorjahr. Ein wesentlicher Teil dieses Volumens entfällt mit 5,5 Milliarden Euro auf den Bereich Naval Systems. Durch das Gebot für die German Naval Yards Kiel verdeutlicht das Unternehmen seine Ambition, das maritime Segment als weitere tragende Säule neben den Landsystemen zu etablieren. Die Profitabilität der bestehenden Geschäfte ist intakt: Das operative Ergebnis kletterte um 17 % auf 224 Millionen Euro, was einer Marge von 11,6 % entspricht.
Rheinmetall: Die Kritik ist wohl zu groß!
Trotz dieser Effizienzsteigerung blieb der Quartalsumsatz mit 1,94 Milliarden Euro hinter den Erwartungen der Analysten zurück, die mit 2,3 Milliarden Euro gerechnet hatten. Diese Lücke ist auf zeitliche Verschiebungen bei großen Auslieferungsprojekten zurückzuführen. Rheinmetall geht davon aus, dass diese Erlöse im zweiten Quartal vollständig nachgeholt werden. Für das Gesamtjahr 2026 wird weiterhin ein Umsatzkorridor von 14,0 bis 14,5 Milliarden Euro angestrebt, kombiniert mit einer operativen Zielmarge von 19 %.
Die Erhöhung der Dividende auf 11,50 Euro unterstreicht den Willen, die Aktionäre am langfristigen Erfolg zu beteiligen, auch wenn die kurzfristige Cashflow-Entwicklung belastet ist. Das Erreichen der Jahresziele hängt nun maßgeblich davon ab, wie effizient die aufgebauten Vorräte in den kommenden Monaten in fakturierte Umsätze umgewandelt werden können. An der Börse München spiegelt der Kurs von 1.214,80 Euro die aktuelle Unsicherheit wider, ob das hohe Tempo beim Auftragszuwachs unmittelbar in entsprechende Cashflows übersetzt werden kann. Am Ende sind Analysten dennoch extrem zuversichtlich. Die Aktie sollte einen Kurs von über 2.050 Euro erreichen können.
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