Weiterhin vergleichsweise schwach stellt sich die Situation für die Aktie von Rheinmetall dar. Am Mittwoch ging es erneut um rund 0,6 % abwärts auf noch 947,00 Euro. Ein Dokument des Scheiterns. Das reicht immer noch nicht, um auch nur halbwegs zufriedene Stimmen am Markt zu erzeugen.

Das Chartbild ist seit Mitte Januar in einen schwachen Zustand übergegangen. Die Aktie fällt nachhaltig und konnte jetzt zum dritten Mal hintereinander die Marke von 1.000 Euro nicht halten. Das erste Mal war dies Ende Juni zu sehen, das zweite Mal Mitte Juli. Jetzt befindet sich das Papier erneut in einer charttechnisch extrem schwachen Situation.

Technische Analysten nicht zufrieden

Auch technische Analysten sind derzeit nicht zufrieden. Es fehlen mehr als 28 % bis zur 200 Tage Linie. Das bedeutet, dass sich die Aktie langfristig in einem klaren Abwärtstrend befindet. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten vermittelt ein komplett anderes Bild. 1.738,89 Euro werden teilweise als Durchschnittsziel angegeben. Dies würde immer noch einen Aufschlag von circa 80 % bedeuten. Es gibt allerdings keine Indikation dafür, dass es schnell gehen könnte.

Die Notierungen reagieren derzeit kaum auf Nachrichten am Markt. Möglicherweise wird es einen Großauftrag für den Rheinmetall Boxer geben, der allerdings erst im Dezember verabschiedet werden könnte. Hier geht es um ein Umsatzvolumen von 12 Milliarden Euro und um vielleicht ungefähr 3 Milliarden Euro als noch in diesem Jahr bilanzwirksame Anzahlung. Dies könnte die Situation etwas aufpolieren. Generell allerdings haben Nachrichten derzeit wenig Einfluss auf Rheinmetall. Wahrscheinlich haben die Märkte immer noch Angst vor den hohen Zinsen und möglichen Schwierigkeiten bei der Finanzierung des Kapazitätsaufbaus.

Rheinmetall ist im Abwärtstrend. Analysten sind zuversichtlich. An diesem Status hat sich nichts geändert.