Großbritannien und die Ukraine sorgen derzeit für neue Impulse im Auftragseingang von Rheinmetall. Der Düsseldorfer Rüstungskonzern sicherte sich zuletzt mehrere neue Projekte, darunter einen britischen Heeres-Auftrag mit einem Volumen von nahezu einer Milliarde Euro. Die Aktie notiert am Dienstag bei 977,85 Euro und verliert leicht um 0,14 %. Trotz der kleinen Tageskorrektur bleibt das wirtschaftliche Umfeld von einer hohen Nachfrage nach militärischer Ausrüstung geprägt.
Hoher Auftragsbestand, neue Aufträge. Es stimmt!
Die neuen Aufträge ergänzen einen bereits außergewöhnlich hohen Auftragsbestand. Gleichzeitig steigen in Europa die Verteidigungsausgaben weiter. Der Entwurf des Bundeshaushalts 2027 sieht Ausgaben von mehr als 110 Milliarden Euro vor. Sollten Bundestag und Bundesrat zustimmen, würde Deutschland damit einen neuen Höchstwert erreichen. Auch andere NATO-Staaten erhöhen ihre Militärbudgets und investieren verstärkt in Munition, Luftverteidigung und gepanzerte Fahrzeuge. Rheinmetall zählt in mehreren dieser Bereiche zu den wichtigsten Lieferanten.
Neben Europa gewinnt das internationale Geschäft zusätzlich an Gewicht. Neue Kooperationen z. B. mit MBVDA und Lockheed Martin beim Bau von ATACMS-Raketen in Deutschland und der Ausbau bestehender Produktionskapazitäten stärken die Düsseldorfer an sich ersichtlich und auch planbar.
Bei den Analysten werden die Einschätzungen aktuell sogar wieder weitgehend bestätigt. JPMorgan sieht dagegen 2.350 Euro als fairen Wert, Jefferies nennt 2.150 Euro. Das durchschnittliche Analystenkursziel liegt bei rund 1.721 Euro und damit erheblich über dem aktuellen Börsenkurs. Nur die Börsen reklamieren wohl Skepsis beim Ausbau zu Kapazitäten. Deshalb sind die Kurse über lange Zeit gefallen. Die Auftragslage ist bestens, die Bearbeitung zieht immer noch Fragen nach sich. Dennoch: Analysten bleiben aktuell sehr zuversichtlich, auch wenn nicht einmal 1.000 Euro überwunden sind.
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