Neue Exportaufträge stehen bei Rheinmetall derzeit neu im Vordergrund und begrenzen die Diskussion um den zuletzt gestoppten Marineauftrag für F126 Fregatten. Die Aktie notierte am Freitag zum Ende der Woche bei 1.093,40 Euro und verlor somit 1,94 %. Der Rückgang folgt auf eine insgesamt dennoch außergewöhnlich starke Woche, in der das Papier um 15,51 % zulegen konnte. Während die Börse kurzfristig Gewinne mitnimmt, baut der Konzern sein internationales Geschäft weiter aus.
Rheinmetall stärkt seine Präsenz in Nordafrika gleich mit zwei Projekten. Neben der Lieferung von sieben mobilen Feldhospitälern nach Marokko erhielt das Unternehmen auch einen Großauftrag für eben diese Systeme.
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Zudem entwickelt Rheinmetall seine Aktivitäten in der Raumfahrt weiter und bringt das PATH-System in das kanadische Mondprogramm ein. Damit erweitert der Konzern sein Geschäft zunehmend über das klassische Verteidigungsgeschäft hinaus.
Der Blick der Analysten richtet sich dennoch auf die Bewertung. Die Deutsche Bank bekräftigte ihre Kaufempfehlung und erhöhte das Kursziel auf 1.800 Euro. Gleichzeitig sieht der Analystenkonsens mit einem durchschnittlichen Kursziel von 1.741,35 Euro ein Aufwärtspotenzial von fast 60 %. Trotz des Kursrückgangs der vergangenen Monate wird das Unternehmen damit weiterhin deutlich höher bewertet als aktuell an der Börse.
Die Geschäftsentwicklung untermauert diese Erwartungen. Für 2027 rechnen Analysten mit einem Umsatz von 18,89 Milliarden Euro und einem Nettogewinn von 2,42 Milliarden Euro. Gegenüber 2026 entspricht das einem deutlichen Gewinnsprung. Gleichzeitig verbessert sich die Nettofinanzposition nach Schätzungen von minus 2,37 auf minus 3,13 Milliarden Euro. Mit einem erwarteten Kurs Gewinn Verhältnis von 21 für 2027 bleibt Rheinmetall gemessen am prognostizierten Gewinnwachstum ein hoch bewerteter Industriekonzern.
Heißt: Analysten sind mit ihren Kurszielen zumindest bezogen auf die aktuellen Vorgänge und wirtschaftlichen Einschätzungen gut abgesichert. Rheinmetall verdient weiterhin sehr viel Geld.
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