Für die Rheinmetall sieht es weiterhin relativ schwierig aus. Zum Wochenende konnten die Düsseldorfer am Freitag immerhin rund 2,11 % zulegen, sind mit 984,20 Euro aber weiterhin im extrem schwachen Abwärtstrend. Die Notierungen haben am Freitag vielleicht wegen der stärkeren Zahlen von Saab etwas Auftrieb gewonnen.
Dennoch bleibt diese Entwicklung ausgesprochen enttäuschend. Analysten gehen weiterhin davon aus, dass die Aktie ein Kursniveau von deutlich über 1.000 Euro erreichen kann. Dies jedenfalls spiegeln die durchschnittlichen Kursziele wider. Daran orientieren sich die Börsen derzeit allerdings überhaupt nicht.
Das ist alles ein Signal
Chartanalysten bemängeln, dass sich die Aktie unterhalb der Marke von 1.000 Euro in einem ausgeprägten Abwärtstrend befindet. Aus dieser Sicht dürfte sich der Kurs bestenfalls zäh entwickeln. Auch technische Analysten weisen darauf hin, dass mehrere Hundert Euro bis zu wichtigen Trendindikatoren wie dem GD100 und dem GD200 fehlen. Damit bietet die Aktie aus technischer Sicht derzeit keine besonders gute Perspektive. Zudem fehlt es an einer klaren charttechnischen Unterstützung.
Fundamental orientierte Beobachter vertreten allerdings eine andere Auffassung. Sie gehen davon aus, dass Renk derzeit deutlich unterschätzt wird. Es sei daran erinnert, dass das Unternehmen nahezu regelmäßig neue Aufträge und Projekte bekannt gibt. Offenbar gelingt es Renk derzeit jedoch nicht, diese positiven Nachrichten so am Markt zu platzieren, dass sie den Aktienkurs nachhaltig stützen.
Teilweise wird dies auf den freien Cashflow zurückgeführt. Konkret bedeutet das: Um den hohen Auftragsbestand abzuarbeiten, muss Rheinmetall seine Kapazitäten weiter ausbauen. Dieser Ausbau kostet Geld. Deshalb spielen auch die Zinsentwicklung, die Inflation und die Ölpreise für das Unternehmen eine Rolle. Und damit fängt die Diskussion wieder von vorne an. Die Politik schenkt Rheinmetall und Co. hohe Aufträge. Sie baut mit der politischen Unsicherheit jedoch auch die Probleme aus. Analysten lassen sich insgesamt noch nicht ganz irritieren. Noch immer liegen die Kursziele im Durchschnitt bei über 1.650 Euro!
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