Rheinmetall ist am Freitag unter die Marke von 1.000 Euro gerutscht. Mit einem Minus von 2,54 % ging die Aktie bei 999,60 Euro aus dem Handel. Die Situation ist an den Aktienmärkten gerade für diese Aktie inzwischen katastrophal. Bei weniger als 1.000 Euro schlagen die Chartanalysten schlicht Alarm. Die Stimmung dürfte in den kommenden Tagen absolut auf den Tiefpunkt gekommen sein, es geht jetzt darum, den Anschluss nach oben wieder herzustellen. Davon war aktuell an den Märkten in diesen Tagen am Wochenende wenig die Rede. Generell gilt der schwache Eindruck: Innerhalb von vier Wochen summiert sich der Verlust inzwischen auf 14,94 %. Vom vorherigen Kursbereich um 1.200 Euro hat sich das Papier damit deutlich entfernt, der charttechnische Abwärtstrend hält an.

Analysten sehen für die Aktie ganz andere Chancen

Von den Analystenzielen ist der Kurs inzwischen weit entfernt. Im Durchschnitt werden mehr als 1.650 Euro genannt. Deutlich vorsichtiger fällt die Einschätzung von mwb research mit einem Kursziel von 1.050 Euro aus. JPMorgan hatte Rheinmetall zuletzt auf „Neutral“ eingestuft.

An fehlenden Aufträgen liegt die Kursschwäche kaum. Rheinmetall verfügt über einen Rekordauftragsbestand von mehr als 80 Milliarden Euro. Hinzu kommen weitere Bestellungen. Eine Tochtergesellschaft erhielt zuletzt einen Auftrag zur Lieferung autonomer Mission-Master-SP-Bodenfahrzeuge.

Mit dem hohen Auftragsbestand wächst allerdings der Bedarf an zusätzlichen Produktionskapazitäten. Rheinmetall muss die zahlreichen Bestellungen in den kommenden Jahren abarbeiten und dafür die Fertigung entsprechend ausbauen. Steigende Finanzierungskosten können solche Investitionen verteuern.

Auch höhere Zinsen belasten derzeit die Bewertung von Rüstungsaktien. Rheinmetall bekommt diese schwächere Branchenstimmung trotz guter Halbjahreszahlen und neuer Aufträge zu spüren. Mit dem Fall unter 1.000 Euro ist nun eine wichtige charttechnische Marke unterschritten.