Die Düsseldorfer Rheinmetall gewann am Montag gut 5 Euro und schaffte dies am Dienstag erneut. D. h., es ging um 0,41 % aufwärts auf nunmehr 1219,00 Euro. Immerhin, wobei der Titel damit dennoch im Mittelmaß stecken blieb Das reicht noch nicht für einen großen Ausbruch.
Und dennoch gibt es unverändert auch positive Nachrichten. Rheinmetall bleibt nach den jüngsten Geschäftszahlen einer der großen Favoriten vieler Analysten. Trotz des Verlusts des F126-Fregattenprojekts überwiegt bei den großen Analysehäusern klar der Optimismus. Goldman Sachs bekräftigt seine Kaufempfehlung sogar mit einem Kursziel von 2.300 Euro. Die Deutsche Bank sieht 1.800 Euro, RBC und UBS jeweils 1.600 Euro. Auch Warburg bleibt mit einem Ziel von 1.500 Euro auf der Käuferseite.
Diese Zahlen sind sehr stark
Hinter diesem Optimismus stehen vor allem die jüngst publizierten starken wirtschaftlichen Zahlen. Im zweiten Quartal steigerte Rheinmetall den Umsatz um 69 % auf 3,289 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis erhöhte sich von 276 auf 562 Millionen Euro und damit mehr als auf das Doppelte. Gleichzeitig verbesserte sich die operative Marge von 13,4 auf 17,1 %. Besonders wichtig für die langfristige Perspektive: Der Auftragsbestand erreichte zur Jahresmitte mit 80,467 Milliarden Euro ein neues Rekordniveau und lag 43,7 % über dem Vorjahreswert.
Ganz ohne Belastung bleibt die Entwicklung allerdings nicht. Nach der Stornierung des F126-Projekts senkte Rheinmetall seine Umsatzprognose für 2026 auf 13,7 bis 14,2 Milliarden Euro. Zuvor hatte die Spanne bei 14,0 bis 14,5 Milliarden Euro gelegen. Bis zu 300 Millionen Euro Umsatz könnten im laufenden Jahr entfallen. Die Margenerwartung von rund 19 % ließ der Konzern jedoch unverändert. Das zeigt, dass der Rückschlag zwar die kurzfristige Umsatzplanung trifft, die grundsätzliche Ertragsstory bislang aber nicht infrage stellt.
Und vor allem: Im 2. Quartal kam Rheinmetall bereits auf eine Ergebnismarge von 17,1 %. Sie ist absolut auf dem richtigen Weg!
Hinzu kommt eine zunehmend breitere Auftragsbasis. Rheinmetall wächst längst nicht mehr allein mit klassischen Landsystemen und Munition. Soldatensysteme, Luftabwehr, Kamikaze-Drohnen, Drohnenabwehr, unbemannte Systeme und digitale Verteidigungslösungen gewinnen an Bedeutung. Allein der Rahmenvertrag mit Litauen für Kamikaze-Drohnen hat ein Volumen von 2,4 Milliarden Euro. Zudem könnten mögliche weitere Aufträge für den Boxer-Radpanzer mit einem Potenzial von mehr als 14 Milliarden Euro neue Wachstumsimpulse liefern.
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