Rheinmetall hat am Donnerstag für die ersten neun Monate 2026 einen Konzernumsatz von 8.376 Millionen Euro gemeldet. Das entspricht nach Unternehmensangaben einem Plus von 38 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Auch das operative Konzernergebnis legte deutlich zu.

Im Vergleichszeitraum hatte der Umsatz 6.057 Millionen Euro betragen. Das operative Konzernergebnis stieg um 68 Prozent auf über 1,3 Milliarden Euro.

JPMorgan reduziert das Kursziel

JPMorgan senkte am Donnerstag das Kursziel für Rheinmetall von 1.350 auf 1.150 Euro. Die Einstufung beließ das Analysehaus bei „Neutral“.

Im Freitagshandel fiel die Aktie um 1,4% auf 818,00 €. Damit setzte sich der Kursrückgang nach der in dieser Woche gesenkten Jahresprognose fort.

Verschobene Abnahmen belasten die Jahresplanung

Rheinmetall hatte seine Umsatzprognose für das laufende Jahr auf rund 13,2 Milliarden Euro zurückgenommen. Zuvor hatte das Unternehmen mit 13,7 bis 14,2 Milliarden Euro gerechnet.

Die erwartete operative Marge setzte Rheinmetall auf rund 18,5 Prozent herab; zuvor hatte die Prognose bei rund 19 Prozent gelegen. Als Gründe für die Anpassung nannte das Unternehmen die voraussichtliche Verzögerung des Arminius-Auftrags sowie verschobene Abnahmen von Artilleriemunition.

Die damit verbundenen Anzahlungen und Umsätze sollen nach Angaben von Rheinmetall 2027 anfallen. Die niedrigere Jahresplanung betrifft damit sowohl den erwarteten Umsatz als auch die operative Marge, während das Unternehmen für die ersten neun Monate Wachstum meldete.

Für den 26. bis 27. November 2026 hat Rheinmetall laut seinem Investor-Relations-Finanzkalender einen Kapitalmarkttag angekündigt.