Was passiert mit der Rheinmetall-Aktie, fragen sich einige Beobachter. Denn heute ging es für die Aktie wieder um rund 2 % zurück. Dies mag unter anderem daran liegen, dass in den USA nicht gehandelt wird. Das bedeutet: Der Fokus vieler Investoren richtet sich derzeit, auch im internationalen Geschäft, nicht auf die Börse. In den USA wird der 4. Juli als Nationalfeiertag gefeiert.

Pause in den USA, Warten in Deutschland

Rheinmetall selbst hat heute wenig Nachrichten am Markt etabliert. Allerdings wurde immerhin bekannt, dass Rheinmetall den sogenannten F126-Schock, das heißt die Streichung des möglichen Auftrags durch die Bundesregierung in der vergangenen Woche und deren kaufmännische Auswirkungen, als relativ überschaubar einstuft. Rheinmetall selbst geht davon aus, dass die Auswirkungen begrenzt sind. Dies lässt sich von außen im Moment nur schwer überprüfen. Allerdings soll der Umsatz bis zum Jahr 2030 nach den derzeitigen Berechnungen nur um knapp 3 % sinken.

Etwas schwerer wiegt heute vielleicht der Umstand, dass es aus der Ukraine gestern schwere Vorwürfe gegen Rheinmetall und deren Flugabwehrsysteme gab. Solche Nachrichten sind für Rheinmetall insofern nicht besonders erfreulich, als das Unternehmen versucht, in der Ukraine wie auch in Ost-Europa insgesamt gute Geschäfte zu machen. Damit sollen unter anderem die oben genannten Auftragsverluste letztlich kompensiert werden.

Das Unternehmen ist bei den Analysten weiterhin ausgesprochen stark aufgestellt. Sie haben im Durchschnitt Kursziele von weit über 1.700 Euro aufgerufen. Insofern sind auch die Diskussionen, die wir hier an dieser Stelle angerissen haben, vergleichsweise von überschaubarer Bedeutung.

Rheinmetall befindet sich derzeit trotz des Verlusts am Freitag aufgrund der jüngsten starken Kursgewinne weiterhin in einer guten Phase. Wohlgemerkt: Analysten halten an der Aktie weiterhin fest.