Kurz vor Börsenschluss hat Rheinmetall in der abgelaufenen Woche einen massiven Kurseinbruch erlebt. 18,5 % stehen in einer Woche als Minus auf den Kurstafeln. 947,80 Euro werden ausgewiesen.
Rheinmetall könnte zumindest nach Meinung einiger Beobachter sicherlich ein Schnäppchen sein. Andere sehen sich darin bestätigt, dass die Aktie vielleicht deutlich überbewertet war. Aktuell ist ganz offensichtlich ein nachrichtenorientiertes Bewerten der Aktie rational kaum möglich.
Es gab vor zwei Tagen einen Milliardenschock, der hier den Kurssturz ausgelöst hat. Die Bundesregierung hat das größte deutsche Kriegsschiffprojekt seit dem Zweiten Weltkrieg nun gestoppt, wie es heißt. Das prestigeträchtige Rüstungsprojekt, mit dem die F126-Fregatte entwickelt wird, soll nun doch nicht entwickelt werden.
Rheinmetall: Doch nicht so schlimm?
Der Konzern hat damit allerdings keinen bestehenden Auftrag verloren, sondern stand den Mitteilungen nach unmittelbar davor, dieses Megaprojekt als Hauptauftragnehmer zu bekommen. Das heißt, die Notierungen leiden darunter, dass der Markt hier bereits eingepreist haben will, dass dieses Megaprojekt bei Rheinmetall gelandet wäre.
Das Auftragsvolumen lag im Milliarden-Bereich. Dies sei, heißt es in einem Beitrag, astronomisch. Dieser größte Vertrag der Unternehmensgeschichte platzt also offensichtlich. Damit sind natürlich möglicherweise auch Übertreibungen verbunden, denn das gesamte Programm ist nicht erst seit gestern in der Kritik.
Dies gilt als eines der, wie es heißt, größten Beschaffungsdebakel der jüngeren Geschichte der Bundeswehr. Der Auftrag war vor circa sechs Jahren an die niedersächsische Damen-Werft vergeben worden. Dort stellten sich jedoch Verzögerungen ein. Es kam zu Softwareproblemen, und das Beschaffungsamt der Bundeswehr sowie die Werft scheinen darüber hinaus auch kommunikative Probleme an den Tag gelegt zu haben.
Das Projekt sei aus dem Ruder gelaufen, hieß es. Deshalb hatte Rheinmetall die Werften Naval Yachts sowie Lürssen für 1,5 Milliarden Euro erworben. Der Vertrag wird nun tatsächlich nicht kommen. Dies allerdings dürfte an den Börsen, wie beschrieben, wenig nachhaltigen Einfluss auf die Bewertung haben, denn Rheinmetall hat in den vergangenen Wochen immer wieder neue Aufträge für die Bundeswehr erhalten.
Allerdings gibt es doch Bedenken bezüglich des Düsseldorfer Unternehmens. Immerhin seien bereits rund zwei Milliarden Euro in das Projekt geflossen, und die müssten nun abgeschrieben werden.
Rheinmetall war bis dato nicht an den Markt getreten, um sich dazu zu äußern. Es darf allerdings bezweifelt werden, dass Analysten hier direkt in einer großen Kehrtwende die ohnehin schon hohen Kursziele korrigieren.
Insofern übertreibt der Markt hier möglicherweise deutlich. Das jedenfalls meinen die Analysten ganz offensichtlich!
Rheinmetall-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rheinmetall-Analyse vom 26. Juni liefert die Antwort:
Die neusten Rheinmetall-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rheinmetall-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 26. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Rheinmetall: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


