Rheinmetall startete mit einem Plus von 0,3 % in die neue Woche. Das ist nach einem zumindest brauchbaren Tag am Ende wieder enttäuschend. Die Notierungen erreichten ein Niveau von aktuell 1620,50 Euro. Auch das reicht vorne und hinten noch nicht. Der Aufwärtstrend würde erst überhaupt beginnen können, wenn die Notierungen auf 1.670 Euro nach oben stoßen. Dann wäre auch die 200-Tage-Linie überwunden. Die wäre das bedeutendste Signal für die technischen Analysten.
Charttechnischer Reinfall: Die Rheinmetall am Montag
Charttechnisch bleibt das Bild daher angespannt. Der Kurs notiert unter relevanten Marken, die zumindest bei 1.650 Euro einsetzen würden. An sich sind sogar Hürden bei 1.800 Euro die noch relevanteren Hindernisse, die es zu überwinden gilt. Erst dann würden sich die Trend-Analysten derzeit wieder wohl fühlen. Die Aktie wirkt gebremst, obwohl das Umfeld eigentlich Rückenwind erwarten ließe.
Politisch sprechen viele Faktoren für steigende Verteidigungsausgaben im Westen. Die Sicherheitskonferenz in München unterstrich am Wochenende ganz deutlich dieses Signal. Vertreter europäischer Staaten betonten erneut ihre Absicht, die militärischen Budgets auszuweiten. Vor allem die EU-Kommission drängt dazu, nun auch Kapazitäten zu nutzen, die z. B. die Autoindustrie zur Verfügung stellen kann.
Damit vergrößern sich grundsätzlich die Chancen für Rheinmetall, zusätzliche Aufträge zu gewinnen. Der Konzern zählt zu den zentralen Anbietern von Munition, Fahrzeugen und Luftabwehrsystemen in Europa.
Operativ meldete das Unternehmen zuletzt mehrere Projekte, die über das klassische Rüstungsgeschäft hinausgehen. Rheinmetall plant, Wasserstoff in die eigene Energieversorgung einzubinden. Dieser Schritt soll die Eigenständigkeit erhöhen und die Energieversorgung resilienter gestalten. Solche Initiativen beeinflussen zwar nicht unmittelbar den Umsatz, zeigen jedoch die strategische Ausrichtung. Man möchte unabhängig werden, weil die konventionelle Energie nur für drei Monate reiche. Daher kann es jetzt kaum bessere Nachrichten geben: Rheinmetall ist und bleibt im Geschäft.
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