Bei Rheinmetall steht aktuell weniger die Bewertung als vielmehr die Berechenbarkeit des Geschäfts im Vordergrund. Die Aktie stieg am Freitag auf der Plattform Xetraum 0,73 % auf 1.293,40 Euro. Nach einem Wochenplus von rund 6,4 % reagiert der Markt damit auf eine Reihe konkreter Unternehmensmeldungen, die sich direkt auf die künftige Auslastung auswirken.
Im Mittelpunkt steht ein neuer Fahrzeugabruf der Bundeswehr. Rheinmetall verbucht einen Auftrag über mehr als 2.000 militärische Transportfahrzeuge mit einem Volumen von 1,015 Milliarden Euro. Die Auslieferung soll bereits in der ersten Hälfte des Jahres 2026 beginnen und größtenteils noch im selben Jahr abgeschlossen werden. Der Auftrag stammt aus einem bestehenden Rahmenvertrag und wandelt damit langfristige Optionen in konkrete Umsätze um.
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Rheinmetall: In der vergangenen Woche verbesserten sich die Aussichten weiter
Zudem meldete das Unternehmen eine weitere Großbestellung bei den Laser Licht Modulen des Typs LLM VarioRay. Die jüngste Bestellung umfasst eine zusätzliche sechsstellige Stückzahl. Produziert wird am Standort Stockach. Die Lieferungen reichen bis 2032. Grundlage ist ein Rahmenvertrag aus dem Jahr 2021, der insgesamt Abrufe von bis zu 250.000 Einheiten ermöglicht.
Für Investoren sind diese Meldungen deshalb relevant, weil sie die Umsatzbasis der kommenden Jahre konkretisieren. Die Analystenschätzungen spiegeln dies bereits wider. Für 2027 werden Erlöse von 19,01 Milliarden Euro erwartet. Die Nettomarge soll dabei auf nahezu 13 % steigen.
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Unterstützt wird diese Entwicklung durch die politischen Rahmenbedingungen. Deutschland plant Verteidigungsausgaben von mehr als 108 Milliarden Euro im Jahr 2026. Bis 2029 sollen daraus rund 152 Milliarden Euro werden. Für Unternehmen wie Rheinmetall entstehen daraus langfristige Beschaffungsprogramme mit mehrjähriger Laufzeit.
Die Börse bewertet Rheinmetall aktuell mit gut 60 Mrd. Euro. Damit gehört der Konzern inzwischen zu den wertvollsten Industrieunternehmen Deutschlands. Die aktuelle Kursentwicklung wird jedoch nicht nur von geopolitischen Schlagzeilen bestimmt. Die jüngsten Aufträge liefern konkrete, bezifferbare Umsätze für die kommenden Jahre. Daher: Rheinmetall erhält nicht nur neue Aufträge, sondern verlängert die Sichtbarkeit seiner Produktion und Auslastung bis weit in die nächste Dekade hinein. Wenig verwunderlich sind auch die Analysten so begeistert.
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