Die Kursbewegung am Freitag ist für die Rheinmetall nach einem starken Start in den Tag am Ende deutlich verhaltener ausgefallen. Unter dem Strich stand (je nach BörsenplatzI Rheinmetall steigt auf 1.222,20 Euro und gewinnt 1,06 %. Damit entfernt sich die Aktie weiter vom jüngsten Tief bei rund 1.120 Euro. Noch interessanter ist jedoch der Blick auf die vergangenen Handelstage. Innerhalb einer Woche legte das Papier mehr als 10 % zu.
Der Markt richtet seinen Fokus zunehmend wieder auf die langfristigen Zahlen. Der Konzern verfügt über einen Auftragsbestand von rund 73 Milliarden Euro. Gleichzeitig rechnen Analysten für 2026 mit Umsätzen von über 14 Milliarden Euro. Für 2027 werden bereits mehr als 19 Milliarden Euro erwartet. Der prognostizierte Nettogewinn soll bis dahin auf etwa 2,44 Milliarden Euro steigen. Das bedeutet auch, dass das 2027er-Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) nach dem Stand vom Freitag bei rund 23 landen wird.
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Rheinmetall: Es geht wohl auch um Kapazitäten
Die wirtschaftliche Diskussion dreht sich derzeit vor allem um Produktionskapazitäten. Investoren wollen sehen, wie schnell Rheinmetall zusätzliche Werke und Fertigungslinien aufbauen kann. Hintergrund sind milliardenschwere Projekte in Europa, darunter große Vorhaben in Rumänien sowie neue Programme im Bereich Drohnentechnologie.
Auffällig bleibt die Analystenseite. 21 Stimmen sehen den Titel stark genug für eine „Kaufempfehlung“. UBS bestätigte zuletzt ein Ziel von 1.600 Euro, nachdem das Haus zuvor einen Kurs von 2.200 Euro gesehen hat. Ein Alarmzeichen? Nicht unbedingt: Barclays sieht sogar 2.035 Euro. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 1.926,53 Euro und damit fast 60 % über dem letzten Schlusskurs.
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Die Börse reagiert inzwischen deutlich ruhiger auf die Quartalszahlen als noch vor wenigen Tagen. Damals hatten verschobene Umsatzverbuchungen erhebliche Verkäufe ausgelöst. Inzwischen scheint sich der Blick wieder stärker auf die langfristigen Wachstumsraten zu richten.
Trotz der jüngsten Erholung bleibt die Aktie technisch angeschlagen. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus noch immer auf mehr als 20 %. Gleichzeitig notiert der Kurs weiterhin klar unter wichtigen Durchschnittslinien. Die Zone oberhalb von 1.200 Euro entwickelt sich deshalb nun zu einem wichtigen Test für die kommenden Handelstage.
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