Ein klares Vertrauenssignal aus der Unternehmensführung trifft auf ein herausforderndes Börsenumfeld: Vorstandsvorsitzender Armin Papperger hat über die Börse eigene Anteile erworben. Die Transaktion fällt in eine Phase, in der das Papier spürbar unter Druck steht. Am heutigen Donnerstag notiert der DAX-Titel bei 946,40 Euro, was einem Tagesverlust von 1,0 Prozent entspricht.
Wie aus einer Pflichtmitteilung hervorgeht, kaufte der Vorstandschef am Dienstag Aktien des Rüstungskonzerns in einem Gesamtvolumen von 498.947,80 Euro. Die gemeldeten Transaktionen wurden zu Kursen von 950,35 Euro sowie 950,40 Euro je Anteilsschein abgewickelt. Derartige Zukäufe aus der Führungsetage gelten am Markt häufig als Beleg für die Zuversicht des Managements in die operative Entwicklung des Unternehmens.
Standortausbau und neue Aufträge
Auf operativer Ebene treibt der Konzern seine internationale Präsenz weiter voran. Am heutigen Donnerstag eröffnete die Tochtergesellschaft Rheinmetall Nordic AS im norwegischen Skoppum einen neuen Standort. Die Anlage bietet erweiterte Kapazitäten für Entwicklung, Produktion sowie Systemintegration und soll künftig auch umfassende Dienstleistungen für den Lebenszyklus-Support sicherstellen.
Zudem sicherte sich der Konzern zuletzt mehrere neue Aufträge. Für die U.S. Army fertigt American Rheinmetall im Rahmen eines Vertrags über 20,7 Millionen US-Dollar insgesamt 3.104 neue MK93-Softmount-Lafetten und modernisiert 245 bestehende Systeme.
Die Auslieferungen aus dem Werk im US-Bundesstaat Maine sollen noch im laufenden Jahr anlaufen. Auch im maritimen Segment gab es Zuwachs: Von der Generalzolldirektion erhielt Rheinmetall am 23. September einen mehrjährigen Wartungs- und Instandsetzungsauftrag für vier neue LNG-Zollschiffe.
Analysten halten an Kaufempfehlungen fest
Auf Seiten der Analysten stoßen die jüngsten Entwicklungen weiterhin auf positive Resonanz. Medienberichten zufolge stufte das Analysehaus AlphaValue/Baader Europe die Aktie am 29. September auf „Kaufen“ hoch. Bereits am 25. September hatte die Privatbank Berenberg ihre Kaufempfehlung bekräftigt und das Kursziel bei 1.600 Euro belassen.
Trotz der anhaltenden Auftragseingänge spüren Anleger die Abkühlung der vergangenen Monate. Mit dem aktuellen Kursniveau bleibt der Rüstungskonzern weit von seinen bisherigen Rekordständen entfernt und notiert zudem mit einem deutlichen Abschlag unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 1.344,60 Euro. Die Kombination aus Insiderkäufen und gezieltem Kapazitätsausbau soll nun dazu beitragen, den Boden für eine nachhaltige Stabilisierung zu bereiten.
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