Am Wochenende war bereits befürchtet worden, dass Rheinmetall eine neue schwache Nachricht für den Markt bereithalten würde. Das bestätigt sich zumindest in den Reaktionen der Börsen. 4,1 % Abschlag am Montag sind bis dato ein wenig erfreuliches Ergebnis. 1.156,00 Euro zeigen die Kurstafeln an den Börsenplätzen.
Die Notierungen von Rheinmetall liegen damit deutlich unter der Grenze von 1.200 Euro und befinden sich damit auch aus Sicht von Chartanalysten, die sehr kurzfristig denken, in einem klaren Abwärtstrend.
Eigene Warnungen aus Düsseldorf
Rheinmetall hatte diese Rückschläge vielleicht selbst vorbereitet. In einem allerdings verpflichtenden Sinne hat das Unternehmen die Befürchtung mitgeteilt, dass Frankreich sich aus dem gemeinsamen Panzerprojekt MGCS möglicherweise entweder zurückziehen könnte oder dass das Projekt deutlich langsamer verlaufen wird. Es geht um die Finanzierung des Projekts.
Bereits am Wochenende war in diversen Kommentaren publiziert worden, dass die Börsen hierauf reagieren könnten. Tatsächlich scheint dies der Auslöser für die heutigen Abschläge zu sein.
Insgesamt sind die Düsseldorfer jedoch weiterhin ausgesprochen stark aufgestellt. Sie haben kürzlich erst zusammen mit OHB ein Weltraumprojekt beziehungsweise eine Zusammenarbeit für Satellitensysteme begründet. Satellitensysteme könnten an den Märkten einen weiteren Durchbruch erzeugen. Immerhin hatte die Bundesregierung vor geraumer Zeit wissen lassen, dass sie insgesamt über 30 Milliarden Euro in entsprechende Projekte investieren würde. Gemeint ist damit nicht das Rheinmetall-Projekt selbst, sondern die Weltraumverteidigung insgesamt.
Rheinmetall scheint auch darauf zu spekulieren. Analysten teilen diese Auffassung möglicherweise. Jedenfalls liegen die Kursziele deutlich über dem aktuellen Aktienkurs, als dass sich dies noch allein mit Vorsicht erklären ließe.
Bei fast 1.900 Euro treffen sich die durchschnittlichen Kursziele der Experten. Insofern hätte Rheinmetall demnach noch sehr viel Luft nach oben, mit einem Potenzial von mehr als 55 %.
Die Börsen selbst scheinen dies derzeit allerdings klar anders zu sehen. Das kann man nicht verschweigen. Der Abwärtstrend ist massiv.
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