Rheinmetall hat heute am Markt inzwischen annähernd 5 % verloren. Die Aktie notiert bei weniger als 1.150 Euro. Das ist ein deutlicher Einbruch. Die Notierungen befinden sich damit wieder klar im technischen Abwärtstrend. Auch Charttechniker zeigen sich zumindest enttäuscht darüber, dass die Aktie unter die Marke von 1.200 Euro gefallen ist.
Der erhoffte Ausbruch nach der Bekanntgabe der Zahlen zum zweiten Quartal und zum ersten Halbjahr ist ausgeblieben. Das Umsatzplus reichte hierfür nicht aus. 5,2 Milliarden Euro Umsatz hat Rheinmetall im ersten Halbjahr erzielt. Die operative Marge für das gesamte erste Halbjahr lag bei 15 %. Tatsächlich ist die operative Marge im zweiten Quartal sogar auf 17,1 % gestiegen.
Die Märkte sind nicht zufrieden
Ziel von Rheinmetall ist es, bis zum Jahresende eine operative Ergebnismarge von 19 % zu erreichen. Das würde bedeuten, dass das Unternehmen deutlich rentabler arbeitet als noch im vergangenen Jahr. Dies ist das Kernziel des Unternehmens.
Der Umsatz wird im laufenden Jahr etwas schwächer ausfallen als zunächst angenommen. Statt einer Spanne von bis zu 14,5 Milliarden Euro werden nun bis zu 14,2 Milliarden Euro erwartet. Das liegt an der Rücknahme des F126-Fregattenprogramms durch die Bundesregierung Ende Juni. Dies belastet das laufende Jahr mit rund 300 Millionen Euro. Das war allerdings bereits im Vorfeld bekannt und kann insofern kaum überraschen.
Offensichtlich ist unter anderem auch der Free Cashflow in den Fokus geraten. Er rutscht auf ein Minus von 1,6 Milliarden Euro. Das hatte sich zuvor bereits angedeutet. Ein negativer Free Cashflow bedeutet in diesem Zusammenhang, dass dem Unternehmen vorübergehend weniger Zahlungsmittel zufließen als erwartet. Rheinmetall hat dies allerdings erläutert und begründet. Unter anderem wurden Kundenzahlungen später geleistet beziehungsweise verbucht.
Es sieht derzeit nicht so aus, als würde sich Rheinmetall dadurch ein besonderes Problem einhandeln. Dennoch haben weder die bereits aufgebauten Kapazitäten noch der Rekordauftragsbestand von 80 Milliarden Euro, der die Auslastung für die kommenden Jahre sichern soll, die Börsen überzeugt.
Analysten halten indes an ihrer Einschätzung fest. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei annähernd 1.695 Euro.
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