Rheinmetall wird nach einem kleine Gewinn am Freitag derzeit mit 1.293,40 Euro bewertet. Die Düsseldorfer legten dabei um 0,73 % zu. Während die Aktie auf Wochensicht um 5,39 % gestiegen ist, richtet sich der Blick derzeit auf eine strategische Weichenstellung außerhalb des klassischen Panzer- und Munitionsgeschäfts. Der Konzern steigt gemeinsam mit dem finnischen Spezialisten Iceye in die Produktion moderner Radarsatelliten ein. Es geht also in Richtung Weltall! Herausragend.
Rheinmetall: Oben dabei!
Konkret soll in Neuss eine Fertigung für SAR-Radarsatelliten entstehen. Diese Systeme liefern hochauflösende Aufklärungsdaten unabhängig von Wetter, Tageszeit oder Bewölkung. Iceye betreibt bereits 72 Satelliten und plant bis 2027 weitere 60 Einheiten. Rheinmetall wird dabei industrieller Fertigungspartner.
Die Bedeutung dieses Schrittes reicht weit über ein einzelnes Projekt hinaus. Der Konzern erweitert sein Geschäftsmodell um einen Bereich, der bislang vor allem von spezialisierten Raumfahrt- und Technologieunternehmen dominiert wurde. Gleichzeitig wächst in Europa die Nachfrage nach eigenständigen Aufklärungskapazitäten seit Beginn der sicherheitspolitischen Neuordnung deutlich.
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Insgesamt demonstriert Rheinmetall seine operative Stellung in laufenden NATO-Projekten. Auf dem Truppenübungsplatz Pabrade in Litauen trainieren derzeit rund 2.900 Soldaten. Dort kommen unter anderem Puma-Schützenpanzer und Leopard-2-Systeme zum Einsatz. Die deutsche Panzerbrigade 45 soll bis 2027 vollständig einsatzbereit sein.
Zur Finanzierung weiterer Projekte hat Rheinmetall zuletzt eine Unternehmensanleihe über 500 Millionen Euro erfolgreich platziert. Nach Unternehmensangaben war die Emission mehrfach überzeichnet. Das liefert einen konkreten Hinweis darauf, dass institutionelle Investoren bereit sind, den Ausbau neuer Geschäftsfelder mitzufinanzieren.
Die Wachstumsprognosen spiegeln diese Expansion wider. Analysten erwarten für 2027 einen Umsatz von 19,01 Milliarden Euro nach 14,15 Milliarden Euro im Jahr 2026. Der Nettogewinn soll im selben Zeitraum von 1,64 Milliarden Euro auf 2,44 Milliarden Euro steigen. Wenig verwunderlich liegen die Kursziele aktuell bei im Mittel rund 1.899 Euro!
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