Beobachter fragen sich aktuell ernsthaft, was mit der Aktie der Rheinmetall nun geschehen ist. Die Düsseldorfer verloren gestern am Ende 1,2 %. Sie kamen auf ein Kursniveau von 1492,00 Euro, das viel zu niedrig ist. Die Märkte erhofften sich durch neue Nachrichten mal wieder steigende Kurse. Dazu kam es nicht. Es ist derzeit schwer vorstellbar, dass dies nicht alles ein Irrtum ist.
Am Wochenende veröffentlichte Rheinmetall eine Mitteilung zum Ausbau seines Marinegeschäfts, die im Verlauf des Montags zunächst wenig Beachtung fand. Im Mittelpunkt steht die Absicht, den Bau von Fregatten voranzutreiben und damit ein bestehendes Projekt weiterzuführen. Insgesamt sollen sechs Einheiten im Rahmen dieses Vorhabens realisiert werden.
Die Grundlage bildet ein Auftrag, der ursprünglich von der übernommenen NVL Nürssen Laval stammt. Dieses Projekt war zuvor verzögert worden und soll nun im Rahmen eines Generalunternehmer-Vertrags weitergeführt werden. Rheinmetall positioniert sich damit stärker im Bereich maritimer Rüstungssysteme.
Rheinmetall: Es soll schneller gehen!
Nach Angaben des Unternehmens wird erwartet, dass der entsprechende Vertrag im Sommer unterzeichnet wird. Die erste Fregatte soll im 2. Halbjahr 2031 ausgeliefert werden. Diese Planung verdeutlicht den langfristigen Charakter des Projekts.
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Das Gesamtvolumen des Auftrags liegt bei rund 10 Milliarden Euro. Damit fügt sich das Programm in die bestehende Auftragsstruktur ein und erweitert die Aktivitäten des Konzerns im Marinebereich.
Während diese strategische Entwicklung im Hintergrund bleibt, zeigt die Kursentwicklung ein anderes Bild. Zu Beginn des Montagshandels geriet die Aktie unter Druck und verlor im weiteren Verlauf an Wert. Am Nachmittag wurde das Minus deutlicher, wodurch sich ein Kurs von rund 1494 Euro ergab. Aus Sicht der Chartanalysten ist das eine kleine Katastrophe.
Analysten wiederum sehen weiterhin hohe Kursziele, die weit über 2.000 Euro liegen. Nur macht der Markt kurzfristig nicht mit.
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