Für Rheinmetall setzt sich der mühsame Weg zurück in das Börsen-Leben fort. Nun ging es in zwei Tagen um in etwa rund 10,5 % aufwärts. Die Aktie changiert rund um 1.105 Euro und liegt noch ca. 100 Euro unter der zuletzt wichtigsten Chart-Marke von 1.200 Euro vor dem absoluten Einbruch der vergangenen Woche.
Ein möglicher Auslöser heute ist die Verschiebung des geplanten Börsengangs des Panzerherstellers KNDS, die Rheinmetall als börsennotiertem Wettbewerber zusätzliche Aufmerksamkeit verschaffen könnte.
Charttechnisch herausfordernd
Charttechnisch bleibt die Lage dennoch anspruchsvoll. Trotz der jüngsten Kursgewinne ist der langfristige Aufwärtstrend noch nicht zurückerobert. Zur 200-Tage-Linie fehlen nach wie vor mehr als 40 %. Gleichzeitig scheint sich nach Einschätzung von Marktbeobachtern die Stimmung infolge des ausgefallenen Fregattenauftrags wieder zu verbessern.
Fundamental bleibt der Ausblick positiv. Darüber hinaus sehen Analysten im Mittel der Kurszielschätzungen die Aktie im Durchschnitt weiterhin bei fast 1.800 Euro. Für 2026 erwarten Analysten einen Nettoumsatz von 14,12 Milliarden Euro, der bis 2027 auf 18,95 Milliarden Euro steigen soll. Gleichzeitig wird ein Anstieg des Nettoergebnisses von 1,63 Milliarden auf 2,43 Milliarden Euro prognostiziert. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis sinkt von 28 auf 18,9. Das wäre sogar recht günstig, so zeigen es die Auswertungen der vergangenen Jahre. Deshalb sind die Analysten wie oben beschrieben auch weit davon entfernt, die Aktie ähnlich in sich zusammenfallen zu lassen, wie es die Börsen gemacht haben.
Da ist noch Luft nach oben: Mit einer Marktkapitalisierung von 46,1 Milliarden Euro zählt Rheinmetall zu den wertvollsten Industrieunternehmen Deutschlands. Der jüngste Kursanstieg zeigt, dass die Vielzahl operativer Unternehmensmeldungen nach der vorherigen Schwächephase wieder stärker in den Vordergrund rückt.
Dies sieht auch CEO Pappberger. Der hatte zuletzt für gut 3 Millionen Euro Unternehmensaktien gekauft.
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