Die Rheinmetall ist auch am Freitag der nun zurückliegenden Woche weiter abgeschmiert. 992 Euro standen am Ende auf den Börsentafeln. Das Desaster, so heißt es in einer Meldung, geht weiter. Die Aktie macht inzwischen den Eindruck, als könnte es noch einmal weiter abwärts gehen.
Das 52-Wochen-Tief liegt bei ungefähr 900 Euro. Dieses Niveau scheint derzeit nicht mehr allzu weit entfernt. Einer der Gründe für die erneut sehr schwache Stimmung am Markt ist unter anderem der Umstand, dass die NATO in Ankara ihre Verteidigungsstrategie diskutiert hat. Diese umfasst natürlich auch die künftige Ausrichtung der Rüstungsindustrie. Hier sehen die Märkte offenbar neue Entwicklungen.
NATO macht Probleme
So hat die NATO erkennen lassen, dass künftig nicht mehr allein klassische Landsysteme im Mittelpunkt stehen, sondern verstärkt auch Luftverteidigung, Drohnen und weitere moderne Waffensysteme. Die Märkte haben daraus geschlossen, dass Rheinmetall Schwierigkeiten bekommen könnte.
Bei näherer Betrachtung erscheint dies allerdings eher unwahrscheinlich. Das Unternehmen befindet sich gerade im Bereich der Luftverteidigung auf Wachstumskurs und verfügt inzwischen über verschiedene Aufträge und Großaufträge. Dabei geht es insbesondere um die Skyranger-Systeme. Deren Erfolg spielt an den Börsen derzeit allerdings offenbar keine Rolle, obwohl die Nachfrage hoch bleiben dürfte.
Von all diesen wirtschaftlichen Nachrichten lassen sich die Märkte derzeit nicht beeindrucken. Die Aktie rutscht weiter in einen Abwärtstrend, der sich aus rein charttechnischer Sicht bislang kaum stoppen lässt. Auch GD100 und GD200 sind inzwischen weit entfernt.
Analysten lassen sich davon indes kaum beeindrucken. Sie halten weitgehend an ihren Kurszielen fest. Diese liegen im Durchschnitt weiterhin deutlich über dem aktuellen Kursniveau.
Hintergrund der schwachen Entwicklung ist daher wohl nicht die Nachrichtenlage bei Rheinmetall selbst, sondern die insgesamt eingetrübte Stimmung im gesamten Rüstungssektor.
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