Am heutigen Dienstag präsentiert sich Rheinmetall als erneut schwach. Die Notierungen sind zeitweise nun auf nur noch 1437 Euro gesunken. Schwächer sollte es gar nicht mehr gehen. Aber immerhin: Der Konzern bleibt aktuell noch immer langfristig mit einer echten Wachstumsstory am Markt. Der Konzern, so einige Hinweise, überschreite die Schwelle zur industriellen Großfertigung von Präzisionswaffe.
Das jüngste Joint Venture mit Destinus markiert hierbei einen Wendepunkt. Es geht um die Produktion von Raketen und Marschflugkörpern, hier auch für die Ukraine. Während die Fertigung von Marschflugkörpern bisher oft durch Manufakturstrukturen begrenzt war, zielt Rheinmetall nun auf die Produktion von Zehntausenden Systemen jährlich ab.
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Diese Skalierung ist die Antwort auf einen europäischen Markt, der händeringend nach strategischer Unabhängigkeit und sofort verfügbaren Verteidigungskapazitäten sucht.
Rheinmetall: Das muss man finanzieren können!
Die finanzielle Stärke des Konzerns bildet hierfür das Fundament. Mit einer prognostizierten Nettoverschuldung im negativen Bereich, die bis zum Jahr 2027 auf minus 3,25 Milliarden Euro anwachsen soll, verfügt Rheinmetall über eine enorme Liquidität, um diese Expansion aus eigener Kraft zu stemmen.
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Die Anleger am Dienstag blicken gespannt auf die kommenden Jahre, in denen der Umsatz von derzeit geschätzten 14,12 Milliarden Euro auf 19,1 Milliarden Euro im Jahr 2027 klettern soll. Noch beeindruckender ist die Erwartung beim Nettoergebnis, das sich von 1,66 Milliarden Euro auf 2,46 Milliarden Euro fast verdoppeln könnte.
Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 27,6 für das Jahr 2027 erscheint die Aktie angesichts dieser Wachstumsraten keineswegs überbewertet. Während der Kurs heute tatsächlich wieder leicht nachgibt, festigt Rheinmetall seine Rolle als industrielles Rückgrat der europäischen Verteidigung. Die Kombination aus einem Rekordauftragsbestand von über 63 Milliarden Euro und der Erschließung neuer Hochtechnologiefelder wie der Raketenartillerie macht das Papier zu einem der stabilsten Wachstumswerte im aktuellen Marktumfeld. Auch, wenn es nicht so aussieht.
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