Neue Werke, ein Milliarden-Drohnenauftrag und die Aufnahme in die Goldman-Sachs-Conviction-List — Rheinmetall verdichtet derzeit seine Wachstumsstory auf mehreren Ebenen gleichzeitig. Das Tempo ist bemerkenswert. Und die Zahlen, die dahinterstehen, sind es auch.
Berlin produziert erstmals seit 1945 wieder Rüstungsgüter
Am Standort Berlin-Wedding entsteht gerade etwas Symbolträchtiges: Aus dem ehemaligen Autozulieferer Pierburg GmbH wird die Rheinmetall Waffen Munitions GmbH. Ab Mitte 2026 sollen dort Komponenten für 155-mm-Artilleriemunition gefertigt werden — Nachschub für das Rheinmetallwerk in Unterlüß. Es wäre die erste Rüstungsproduktion in der Hauptstadt seit Kriegsende, was lokalen Protest ausgelöst hat. Für Rheinmetall ist es schlicht ein weiterer Baustein einer konsequenten Kapazitätsstrategie.
Die Dimensionen dieser Strategie sind beeindruckend: 2022 produzierte Rheinmetall noch 70.000 Stück 155-mm-Munition pro Jahr. Bis 2027 soll die Kapazität auf 1,1 Millionen Geschosse steigen, bis 2030 auf 1,5 Millionen. Parallel dazu strebt der Konzern bei kanonenbasierten Luftabwehrsystemen eine Jahreskapazität von bis zu 400 Einheiten bis 2027 an.
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Drohnen-Milliarden und ein Kursziel von 2.300 Euro
Im Drohnengeschäft zeichnet sich ein bedeutender Vertrag ab. Das Bundesverteidigungsministerium plant Medienberichten zufolge einen Rahmenvertrag über bis zu 2,4 Milliarden Euro für Rheinmetalls Loitering-Munition-System „Raider“. In einem ersten Schritt soll eine Festbeauftragung von knapp 300 Millionen Euro folgen, um die neue Panzerbrigade 45 in Litauen auszustatten. Das volle Vertragsvolumen ist allerdings an eine Bedingung geknüpft: Das System muss bis April 2027 erfolgreich qualifiziert sein.
Goldman Sachs hat Rheinmetall Anfang April auf die „European Conviction List“ gesetzt und das Kursziel bei 2.300 Euro bestätigt. Analyst Sam Burgess begründet dies mit einem strukturellen Vorteil im europäischen Aufrüstungszyklus nach Jahrzehnten der Unterinvestition — und erwartet ein jährliches EBIT-Wachstum von über 30 Prozent. Die Aufnahme trieb den Kurs im Xetra-Handel zeitweise um fast zehn Prozent nach oben. Die Gewinne verpufften jedoch rasch, als Äußerungen von Donald Trump über einen möglichen US-Austritt aus der NATO den gesamten europäischen Verteidigungssektor belasteten.
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Starke Prognose, divergierende Kursziele
Für 2026 plant Rheinmetall ein Umsatzwachstum von 40 bis 45 Prozent auf 14,0 bis 14,5 Milliarden Euro bei einer operativen Marge von rund 19 Prozent. Der Auftragsbestand im Defence-Segment liegt bei 63,8 Milliarden Euro. Die 27 im Konsens erfassten Analysten liegen im Schnitt sogar bei 15,0 Milliarden Euro Umsatz — etwa 51 Prozent über dem Niveau der vergangenen zwölf Monate.
Die Einschätzungen zur Aktie gehen dabei auseinander: Während Goldman Sachs bei 2.300 Euro bleibt, stuft Warburg Research den Titel auf „Hold“ mit einem Kursziel von 1.700 Euro ein. Zwei konkrete Termine geben dem Titel in den nächsten Wochen weiteren Takt: Am 7. Mai folgen die Quartalszahlen für Q1 2026, sechs Tage später ist Ex-Dividenden-Tag — vorgeschlagen sind 11,50 Euro je Aktie nach 8,10 Euro im Vorjahr.
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