Rheinmetall ist immer noch einer der Abwärtskandidaten an den deutschen Aktienmärkten. Am Mittwoch ging es immerhin um annähernd 2 % aufwärts. Die Aktie ist allerdings mit 1.170 Euro immer noch sehr deutlich im charttechnischen und im markttechnischen Abwärtstrend.

Es fehlen annähernd 20 % auf den GD100 und weiterhin 27 % auf die 200-Tage-Linie. Rheinmetall bleibt also formal genau in dem Trend, den man sich bei diesem Unternehmen fast gar nicht erklären kann.

Abwärtstrend ist inzwischen schon überragend stark

Denn Rheinmetall hat wirtschaftlich betrachtet fast alles erfüllt, was die Märkte wohl so erwarten könnten. Die Bundeswehr hatte vor Kurzem gleich zwei Aufträge an Rheinmetall freigegeben. Dazu zählte unter anderem die Entwicklung von Militär-Lkw. Dies ist ein Milliardengeschäft, das allerdings an den Börsen scheinbar vorbeigelaufen ist.

Auch hatte Rheinmetall vor Kurzem einen Mega-Auftrag aus Rumänien gewonnen. Dies war der größte Auslandsauftrag überhaupt, 5,4 Milliarden Euro schwer. Bei einem Jahresumsatzniveau von rund 14 Milliarden Euro ist das Gewicht eines solchen Auftrags sehr hoch.

All das interessiert die Börsen offenbar nicht so sehr. Die Aktie ist tatsächlich formal im klaren Abwärtstrend. Es fehlen für Rheinmetall, wie beschrieben, sehr massive Kursgewinne, um diese formale Abwärtstrend-Diagnostik zu durchbrechen.

Am Ende allerdings sind Analysten, die Kursziele errechnen, weiterhin positiv. Bei annähernd 1.900 Euro liegen die Kursziele derzeit. Daran hat sich zuletzt wenig geändert. Insofern sollen nach Meinung dieser Experten die Voraussetzungen für steigende Kurse aktuell noch immer sehr massiv gegeben sein. Die Börsen haben allerdings die sehr hohen Kursziele für die Aktie der Rheinmetall nunmehr schon seit einigen Wochen hartnäckig ignoriert. Das kann nicht ewig so weitergehen, meinen die Beobachter allerdings auch.