Umsatz plus 29 Prozent, operatives Ergebnis plus 33 Prozent — und trotzdem ein Kurseinbruch von fast acht Prozent. Rheinmetalls Jahresergebnisse 2025 zeigen, wie hoch die Erwartungen an den Düsseldorfer Rüstungskonzern inzwischen sind. Wer auf diesem Kursniveau investiert ist, muss mehr als gute Zahlen liefern.
Wenn gut nicht gut genug ist
Der Konzern steigerte den Umsatz 2025 auf 9,9 Milliarden Euro, das operative Ergebnis kletterte auf 1,8 Milliarden Euro bei einer Marge von 18,5 Prozent. Für ein Industrieunternehmen sind das bemerkenswerte Werte. Der Markt hatte allerdings rund 10,2 Milliarden Euro Umsatz und mehr als 1,9 Milliarden Euro operativen Gewinn erwartet — und positionierte sich entsprechend.
Hinzu kam ein schwächer als erwarteter Ausblick auf 2026: Sowohl das operative Ergebnis als auch der freie Cashflow blieben hinter dem Konsens zurück. Das reichte bei einem KGV von 90 bis 100 für eine scharfe Kursreaktion. Jefferies-Analystin Chloe Lemarie sprach von sichtbaren Wachstumsschmerzen. Goldman Sachs behielt das Kursziel von 2.300 Euro und die Kaufempfehlung bei, räumte aber ebenfalls ein, dass Umsatz und Ergebnis die Erwartungen verfehlt hätten.
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Die Erholung folgte prompt: Bereits am nächsten Handelstag legte die Aktie um 3,8 Prozent zu — ein Zeichen, dass Investoren das strukturelle Wachstumsbild nicht grundsätzlich in Frage stellen.
Auftragsbestand verdoppelt sich — und eine neue Sparte
Was das Fundament für 2026 betrifft, sind die Zahlen eindrucksvoll. Der Auftragsbestand stieg 2025 um 36 Prozent auf 63,76 Milliarden Euro. Für das laufende Jahr erwartet Rheinmetall eine Verdopplung auf 135 Milliarden Euro. Der Konzernumsatz soll um 40 bis 45 Prozent auf 14,0 bis 14,5 Milliarden Euro wachsen — auch das blieb allerdings unter der Analystenschätzung von rund 15 Milliarden Euro.
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Strukturell verändert sich das Unternehmen dabei erheblich. Zum 1. März übernahm Rheinmetall die Werftengruppe NVL inklusive Blohm+Voss und der Peene-Werft — rund 2.100 Mitarbeiter wechselten in die neu gegründete Naval-Systems-Division. Der Konzern kann damit künftig vollständige Kriegsschiffe liefern, nicht nur Komponenten.
Dividende als positives Signal
Einen klaren Lichtblick lieferte die Dividendenankündigung: 11,50 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2025, nach 8,10 Euro im Vorjahr — deutlich mehr als Analysten erwartet hatten. Das signalisiert Zuversicht des Managements in die Ertragskraft des Konzerns, auch wenn der Nettogewinn wegen höherer Verluste aus nicht fortgeführten Geschäften leicht auf 696 Millionen Euro sank.
Nach einem Kursanstieg von rund 540 Prozent in drei Jahren lässt die aktuelle Bewertung wenig Spielraum für Überraschungen nach unten. Ob Rheinmetall die ambitionierten 2026er-Ziele erreicht, wird sich erstmals am 7. Mai zeigen, wenn das Unternehmen die Zahlen zum ersten Quartal vorlegt.
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