Trigon Dom Maklerski hat am Donnerstag das Kursziel für Rheinmetall von 1.700 EUR auf 1.520 EUR gesenkt. Die Kaufempfehlung behielt das Analysehaus Medienberichten zufolge bei.

Niedrigere Ziele trotz Kaufempfehlungen

Auch UBS reduzierte am Dienstag das Kursziel: von 1.600 EUR auf 1.360 EUR. Die Einstufung blieb ebenfalls bei einer Kaufempfehlung. Als Hintergrund der Anpassung wurden Medienberichten zufolge erwartete vorsichtigere Unternehmensziele und der bevorstehende Kapitalmarkttag genannt. Dabei handelt es sich um Erwartungen, nicht um eine bereits gemeldete Änderung der Unternehmensprognose.

Rheinmetall hat den Kapitalmarkttag in Hamburg für den 26. und 27. November angekündigt. Zuvor veröffentlicht das Unternehmen am 5. November die Mitteilung zum dritten Quartal 2026.

Auftragsbericht noch ohne Vertragsbestätigung

Auf operativer Seite berichtete Reuters am Donnerstag unter Berufung auf die italienische Zeitung MF über zwei Aufträge des italienischen Heeres. Das Gemeinschaftsunternehmen Leonardo Rheinmetall Military Vehicles habe demnach Bestellungen für gepanzerte Fahrzeuge im Gesamtwert von 3,7 Mrd. EUR erhalten.

Rheinmetall lehnte eine Stellungnahme ab. Leonardos CEO bestätigte nicht, dass die Verträge unterzeichnet seien. Leonardo und Rheinmetall sind an dem Gemeinschaftsunternehmen jeweils zur Hälfte beteiligt.

Daneben plant die Bundeswehr laut einem Handelsblatt-Bericht vom Donnerstag, 48 GARMR-Drohnenabwehrsysteme von Diehl als Zwischenlösung zu beschaffen. Grund sei die verspätete Bereitstellung von Rheinmetalls Skyranger. Der Bericht nennt Integrationsänderungen und eine andere Boxer-Variante als Ursachen der Verzögerung.

Vor gut einer Woche nahm Rheinmetall Expal Munitions in Albacete eine neue Mittelkaliber-Fertigung in Betrieb. Rheinmetall bezifferte deren Jahreskapazität auf rund 1,2 Mio. Geschosse und etwa 1,8 Mio. Patronenhülsen. Die Investition betrug rund 20 Mio. Euro.