Deutsche Bank Research hat am Dienstag das Kursziel für Rheinmetall von 1.800 auf 1.650 Euro gesenkt und die Kaufempfehlung bestätigt. Analyst Christoph Laskawi verwies laut dpa-AFX auf ein Erwartungsdilemma vor dem Kapitalmarkttag: Anleger erwarteten niedrigere Ziele für 2030. Zugleich blieben der Auftragseingang und die Glaubwürdigkeit des Wachstumspfads entscheidend.
Analysten reduzieren ihre Kursziele
Laskawi verwies außerdem auf Unsicherheit über die kurzfristigen bis mittelfristigen Auftragseingänge. Seine Einschätzung richtet den Blick damit auf die Frage, welche Wachstumserwartungen Rheinmetall vor dem Kapitalmarkttag erfüllen kann.
Bereits am 20. Oktober hatte UBS Medienberichten zufolge ihr Kursziel von 1.600 auf 1.360 Euro reduziert. Auch dieses Haus bestätigte seine Kaufempfehlung. Beide Analystenhäuser senkten damit ihre Zielmarken, ohne ihre positive Einstufung aufzugeben.
Werftkauf und zusätzliche Fertigungskapazitäten
Auf Unternehmensseite meldete Rheinmetall am 19. Oktober gemeinsam mit der Schweizer Reederei MSC den Zuschlag für die rumänische Mangalia-Werft. Der gemeinsame Kaufpreis beträgt rund 138 Mio. Euro. Laut Rheinmetall soll der Standort sowohl zivilen als auch militärischen Schiffbau ermöglichen.
Die Werft soll außerdem beim Bau von vier Marineschiffen mitwirken, die von der rumänischen Regierung beauftragt wurden. Den Abschluss des Erwerbs stellte Rheinmetall in seiner Mitteilung für einige Wochen später in Aussicht.
Vor gut einer Woche eröffnete Rheinmetall zudem die „UK Gun Hall“ in Telford. Dort sollen Waffensysteme gefertigt werden. Als jährliche Spitzenkapazität nennt das Unternehmen bis zu 245 Rohre sowie mehr als 50 Verschlüsse. Rheinmetall bezifferte seine Investitionen im Vereinigten Königreich während der vergangenen fünf Jahre auf mehr als 200 Millionen Pfund.
Als nächster Unternehmenstermin ist die Veröffentlichung des Berichts zum dritten Quartal 2026 für den 5. November angekündigt.
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