Für Rheinmetall aus Düsseldorf sieht es am heutigen Dienstag recht gut aus. Ein Kursgewinn von 3,1 % führt die Aktie auf 1.083,00 €. Das bedeutet allerdings noch lange nicht, dass der Titel nach oben ausbricht. Zur 100-Tage-Linie fehlen weiterhin 14,9 %, zum GD200 sogar 26,85 %.

Allerdings hat die Aktie in den zurückliegenden fünf Tagen einschließlich des heutigen Handelstages einen Aufschlag von 8,8 % erzielt und damit durchaus ein Zeichen gesetzt. Im laufenden Jahr liegt sie dennoch immer noch mit 30,6 % im Minus. Insofern kann bei Weitem noch nicht davon die Rede sein, dass sich die Situation nachhaltig aufgehellt hat.

Die Belastungsfaktoren werden geringer

Allerdings haben sich bestimmte Belastungsfaktoren für das Unternehmen zuletzt etwas entschärft. Nachdem Ende Juni bekannt geworden war, dass die Bundesregierung den F126-Fregattenauftrag nicht an Rheinmetall beziehungsweise dessen Tochter oder Beteiligung vergeben würde, sah es so aus, als geriete die Aktie massiv unter Druck. Ein Kursverlust von mehr als 18 % an nur einem Handelstag drückte den Wert damals deutlich unter die Marke von 1.000 €.

Diese Marke hat die Aktie inzwischen nach zwei Anläufen wieder überwunden. Das ist, wie oben beschrieben, noch lange kein Comeback in den Aufwärtstrend, aber dennoch ein Zeichen dafür, dass Rheinmetall an den Märkten aktuell wieder auf eine deutlich höhere Akzeptanz stößt.

Dazu trägt auch bei, dass Rheinmetall einen neuen Auftrag der Bundeswehr erhalten hat. Dabei geht es um Schwerlast-Lkw. Das Auftragsvolumen ist allerdings nicht so hoch, dass ihm eine wirtschaftlich erhebliche Bedeutung zukäme. Bei einem für das laufende Jahr erwarteten Umsatz von mehr als 14 Milliarden € dürfte allerdings auch der mögliche Umsatzverlust aus dem Fregattenauftrag von bis zu 300 Millionen € letztlich verkraftbar sein.

Insgesamt bleiben die Märkte trotz der jüngsten Probleme durch chinesische Exportkontrollen auch für Rheinmetall zuversichtlich. Vor allem Analysten sehen das Kursziel im Durchschnitt weiterhin bei 1.697,85 €.