Für Rheinmetall läuft nun die Erholung an. Die Düsseldorfer haben am Freitag immerhin rund 1,2 % gewonnen. Die Aktie profitiert ggf. auch davon, dass Jefferies nun den Titel hochgestuft hat. 1.880 Euro seien das Ziel, so die Botschaft. Panik ist hier nicht mehr zu erkennen, nachdem die Rüstungsindustrie so geschröpft worden ist. Zudem:

Rheinmetall hat mehrere Berührungspunkte und strategische Interessen in Bezug auf Iveco, insbesondere deren Rüstungssparte „Iveco Defence Vehicles“ (IDV). Denn diese soll nun verkauft werden. Aber es läuft hier nicht rund für die Düsseldorfer Rüstungsschmiede. Denn das Joint Venture mit dem italienischen Rüstungskonzern Leonardo scheint hier nicht zum Zuge zu kommen. Es bleibt also spannend!

Bieterrennen um die Rüstungssparte von Iveco

Aktuell versuchen Rheinmetall und Leonardo, die Rüstungssparte Iveco Defence Vehicles (IDV) zu übernehmen. Iveco hatte im Februar 2025 angekündigt, sich möglicherweise von diesem Geschäftsbereich zu trennen. Rheinmetall und Leonardo sind als Interessenten bekannt. Es gibt jedoch Berichte, dass sie in diesem Bieterrennen möglicherweise das schwächste Angebot abgegeben haben und Konkurrenten wie die Czechoslovak Group und der französisch-deutsche Panzerbauer KNDS ebenfalls im Rennen sind.

Strategische Bedeutung der Übernahme

Für Rheinmetall wäre ein Zukauf der Iveco-Sparte strategisch wertvoll, da dies die Kapazitäten des Gemeinschaftsunternehmens mit Leonardo deutlich erweitern könnte. IDV stellt Logistik-, geschützte und gepanzerte Fahrzeuge her und hat Erfahrung im Panzerbau, unter anderem mit Fahrzeugen wie dem „LMV“ (Light Multirole Vehicle).

Beteiligung am italienischen Kampffahrzeugprogramm

Iveco Defence Vehicles hat bereits einen Vorvertrag mit Leonardo zur Beteiligung am italienischen Kampffahrzeugprogramm, einschließlich des Baus des KF51 Panther, abgeschlossen. In dieser Kooperation soll ein Großteil der Wertschöpfung in Italien erfolgen, wobei Rheinmetall Italia mit zehn Prozent beteiligt ist, um eine gleichmäßige Aufteilung der Wertschöpfung zu gewährleisten.

Der Erwerb von Iveco Defence Vehicles wäre ein wichtiger Schritt für Rheinmetall. Hier bleibt nur abzuwarten, ob das aktuell wohl zu geringe Angebot nachgebessert wird. Rheinmetall setzt seine Geschäftspolitik der Kooperationen und dem Aufbau von Produktionskapazitäten konsequent fort.