Rheinmetall erlebte am Freitag mit Wirkung für dieses Wochenende einen Handelstag, der die Stimmung erneut kippen ließ. Der Kurs verlor rund 3,3 % und tauchte deutlich unter die Marke von 1.500 Euro ab. Mit einem Schlussstand bei 1.480 Euro rückte der Titel wieder in einen Bereich, die viele Marktteilnehmer zuletzt kaum noch ernsthaft für möglich hielten. Der Abwärtstrend wirkt nun fester verankert, weil der Kurs sogar unter kurzfristige und mittelfristige Messpunkte wie dem GD100 und dem GD200 rutschte, die Händler gewöhnlich zur Orientierung nutzen.
Während die Börse diese Schwächephase intensiv diskutierte, präsentierte sich das Unternehmen selbst mit einer ganz anderen Tonalität. Rheinmetall kommunizierte in den vergangenen Wochen mehrfach, dass es langfristig weit größere Umsätze erreichen möchte. Vorstandschef Armin Papperger zeichnete ein Bild, das von wachsender Nachfrage und deutlich erweiterten Kapazitäten spricht. Er kommunizierte sehr klar, dass Rheinmetall bis 2030 eine Umsatzvervielfachung anstrebt. Seine Worte zielen darauf, die Entwicklung des Konzerns in Zahlen zu fassen, die sich in den vergangenen zwei Jahren bereits deutlich erhöht haben.
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Rheinmetall wird wachsen!
Rheinmetall arbeitete in den vergangenen Monaten an Kapazitätsausweitungen. Neue Standorte rückten in den Fokus, hinzu kamen zusätzliche Investitionen in Fertigungsanlagen. Die Organisation stellte außerdem zahlreiche Mitarbeiter ein, um zukünftige Produktionssteigerungen zu ermöglichen. Die Kommunikation aus Düsseldorf beschreibt eine Phase der Erweiterung, die über die üblichen Anpassungen hinausgeht und viele Geschäftsbereiche erfasst.
Der Markt reagierte darauf bisher nicht einheitlich. Einige Händler sahen in den Aussagen des Managements einen Hinweis auf potenziell stark wachsende Erlöse und Gewinne. Die rechnerischen Effekte der Margen treiben diese Diskussion zusätzlich. Rheinmetall erzielte zuletzt Nettomargen von über 10 %, sodass höhere Umsätze erhebliche Ergebnissteigerungen erzeugen können. Der Vergleich zwischen heutigem Gewinn und möglichem Gewinn in wenigen Jahren fällt entsprechend markant aus.
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Trotz dieser positiven Ansätze verfolgten die Börsen auch am Freitag eine andere Linie. Viele Marktteilnehmer blickten auf die politischen Entwicklungen rund um mögliche Gespräche zur Ukraine. Die Diskussion über diplomatische Wege verunsicherte den Markt, weil sie kurzfristig geringere Nachfrage nach militärischer Ausrüstung nahelegen könnte. Diese Spekulation setzte sich stärker durch als die operativen Perspektiven aus Düsseldorf.
Der Rückgang auf 1.480 Euro zeigte am Freitag, wie schnell der Titel seine Gewinne wieder abgeben kann. Händler behandelten die Marke von 1.500 Euro weiterhin als zusätzliches Signalniveau. Der Titel rutschte darunter und gab damit die bis dahin erreichte Erholung wieder ab. Rheinmetall blieb damit in einer Marktphase, in der jede Nachricht eine starke Kursreaktion auslösen kann. Aber es gilt unverändert: Analysten sind ausgesprochen zuversichtlich!
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