Am Montag geht es für die Rheinmetall mehr oder weniger sehr brisant zu: Anfangs gewann die Aktie auf Basis des Iran-Krieges noch mehr als 6 %. Im Tagesverlauf ging es inzwischen um annähernd 2 % abwärts. Die Notierungen gaben bis auf 1632,50 Euro nach. Fulminant. Schon am Freitag wirkte Rheinmetall angeschlagen. Der Kurs sank um 0,5 % auf 1.664,00 Euro. Die Aktie liegt deutlich unter der 100-Tage-Linie und rund 14 % unter der 200-Tage-Linie. Charttechnisch sprechen viele Signale für einen bestehenden Abwärtstrend.
Doch während der Chart nach unten zeigt, verschärft sich die Lage im Nahen Osten dramatisch. Militärische Aktionen gegen iranische Ziele und mögliche Gegenreaktionen verändern die sicherheitspolitische Großwetterlage dennoch. In solchen Phasen reagieren Regierungen häufig mit erhöhten Verteidigungsbudgets.
Besonders gefragt sind Systeme zur Luftabwehr, Drohnenabwehr, gepanzerte Fahrzeuge sowie moderne Munition. Genau in diesen Bereichen besitzt Rheinmetall umfangreiche Produktionskapazitäten.
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Rheinmetall: Der Stimmungskiller!
Das Unternehmen profitiert strukturell von der europäischen Aufrüstung. Bereits zuvor hatten mehrere Staaten ihre Verteidigungsausgaben ausgeweitet. Neue Eskalationen können Beschaffungsentscheidungen beschleunigen. Medienberichte sprechen von bevorstehenden Aufträgen, unter anderem im Bereich unbemannter Systeme für die Bundeswehr. Parallel intensiviert Rheinmetall Gespräche über Kooperationen im Technologiesektor, etwa mit Raumfahrtunternehmen für satellitengestützte Lösungen.
Trotz dieser operativen Perspektiven reagierte der Markt zuletzt zurückhaltend. Branchenunternehmen wie Hensoldt veröffentlichten Zahlen, die teils hinter Erwartungen zurückblieben. Das belastete die Stimmung im gesamten Segment. Rheinmetall geriet dadurch ebenfalls unter Druck, obwohl das eigene Auftragsumfeld weiter solide erscheint.
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Analysten bewerten die Aktie deutlich höher als der aktuelle Kurs es widerspiegelt. Das durchschnittliche Ziel liegt bei rund 2.127 Euro. Einzelne Häuser sehen sogar 2.200 Euro als Ziel. Daraus ergibt sich ein Abstand von mehr als 26 % zum aktuellen Kursniveau.
Mit dem Iran-Konflikt entsteht ein neuer Einflussfaktor. Sollte die militärische Lage angespannt bleiben oder sich weiter verschärfen, dürfte die Nachfrage nach Verteidigungstechnologie steigen. Jetzt wird es daher brisant.
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