Nach einer fulminanten Rally zum Jahresstart gönnt sich der Rüstungs-Riese aktuell eine Verschnaufpause. Trotz kleinerer Verluste bleibt das Papier der unangefochtene Liebling im DAX. Der Ausbruch auf ein neues Rekordhoch wurde zwar vorerst vertagt, doch die psychologisch wichtige Marke ist weiterhin in greifbarer Nähe. Anleger nutzen die aktuelle Konsolidierung primär für Gewinnmitnahmen, bevor der nächste Ansturm auf die 2.000-Euro-Marke erwartet wird.
Analysten zielen auf die 2.000er-Marke
Rückenwind erhält der Konzern weiterhin von der Wall Street. Bernstein Research hat in einer aktuellen Studie das „Outperform“-Rating bestätigt. Analyst Adrien Rabier sieht das Kursziel unverändert bei 2.000 Euro und betont, dass Rheinmetall den kurzfristigen Geschäftszyklus im Rüstungssektor klar dominiert. Dank einer prall gefüllten Pipeline und der technologischen Marktführerschaft bei Panzersystemen und Munition gilt das Unternehmen auch langfristig als einer der größten Gewinner der globalen Neuausrichtung.
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Geopolitische Brandherde treiben den Kurs
Die Renaissance der Rüstungsindustrie ist eng mit der explosiven Weltlage verknüpft. Die US-Militärintervention in Venezuela Anfang Januar sowie die unberechenbare „Grönland-Krise“ unter Donald Trump haben das Sicherheitsbedürfnis in Europa massiv verschärft. Da die USA unter der aktuellen Administration nicht mehr als bedingungsloser Partner wahrgenommen werden, wächst der Druck auf die europäischen Staaten, ihre militärische Autarkie im Eiltempo auszubauen. Diese neue Realität sorgt für einen beispiellosen Auftragssegen.
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Europas Drang zur Eigenständigkeit
Ein entscheidender Trend spielt Rheinmetall zusätzlich in die Karten: Europa will seine Abhängigkeit von US-Herstellern drastisch reduzieren. Während früher Milliarden über den Atlantik flossen, steht heute die Stärkung lokaler Champions im Fokus. Die Angst vor Lieferengpässen oder politischen Erpressungsversuchen in Krisenzeiten macht Produkte von Rheinmetall begehrter denn je. Für die Rüstungsschmiede bedeutet das nicht nur gefüllte Auftragsbücher, sondern eine neue strategische Rolle als Rückgrat der europäischen Verteidigung.
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