Bei Rheinmetall wird es nach dem nächsten Kursrutsch auch charttechnisch enger. Innerhalb einer Woche war es nun um „nur“ 2,3 % abwärts gegangen. Bei nun gut 960,30 Euro jedoch ist die Aktie weit davon entfernt, auch nur die Grenze von 1.000 Euro wieder zu erobern. Damit fehlen bereits mehr als 39 Euro bis zur Rückkehr über 1.000 Euro. Nach unten liegt die nächste auffällige Kurszone bei etwa 946 Euro.
GD100 und GD200 bestätigen die Schwäche. Beide Linien verlaufen inzwischen mehr als 12 % oberhalb des Aktienkurses, der GD20 dabei sogar um 28 %. Für Rheinmetall reicht damit eine kleine Gegenbewegung nicht aus, um den längerfristigen Abwärtstrend zu beenden.
Dabei wächst das Geschäft weiter. Bis 2030 will Rheinmetall jährlich rund 1,5 Millionen Artilleriegeschosse im Kaliber 155 Millimeter produzieren können. Neben neuen Fertigungskapazitäten muss dafür auch die Versorgung mit wichtigen Rohstoffen gesichert werden.
Antimon wird zum großen Thema für die Rheinmetall
Ein Thema ist Antimon. China kontrolliert einen großen Teil der Lieferkette und hat die Ausfuhren stärker reguliert. Rheinmetall baut deshalb Sicherheitsbestände auf. Die USA fördern ihrerseits neue heimische Quellen, darunter das Stibnite-Projekt von Perpetua Resources. Solche Vorhaben brauchen allerdings erheblich länger als der Aufbau zusätzlicher Produktionslinien.
Die Zahlen lassen ebenfalls weiteres Wachstum erwarten. Für 2026 stehen 13,95 Milliarden Euro Umsatz und 1,59 Milliarden Euro Nettogewinn in den Schätzungen. 2027 sollen es 18,65 Milliarden Euro Umsatz und 2,35 Milliarden Euro Gewinn werden. Das erwartete KGV sinkt dabei von 28,80 auf 19,40. Der Auftragsbestand liegt zudem bei mehr als 80 Milliarden Euro.
Entsprechend weit liegen die Analystenziele vom Börsenkurs entfernt. Selbst die niedrigste aktuelle Einschätzung beträgt 1.050 Euro. Im Durchschnitt werden rund 1.603 Euro genannt, die höchsten Ziele reichen über 2.000 Euro.
An der Börse zählen zunächst deutlich niedrigere Marken. Von 960,40 Euro aus muss Rheinmetall erst wieder die 1.000 Euro erreichen. Gelingt das nicht, bleibt der Bereich um 946 Euro für den weiteren Kursverlauf wichtig.
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