Rheinmetall zeigt im Kerngeschäft weiterhin neue Projekte, Kooperationen und Erfolge. Alle Zahlen, die jüngst präsentiert wurden, zeigen zumindest keine sinkenden Geschäftserwartungen. Die aktuelle Unsicherheit jedoch kostet gerade die Aktie viel Power. Im Iran wird jetzt wohl Waffenstillstand eintreten, zumindest für kurze Zeit. Das kann jetzt ggf. am heutigen Mittwoch die Aktie weiter vorantreiben. Rund 1521 Euro hat die Aktie gestern nach weiteren Verlusten um ca. 2 % gekostet. Die Unsicherheit kostet den Zugriff auf die rein wirtschaftliche Beurteilung.
Rheinmetall: Die Kooperationen laufen
Ein zentrales Element für das Wachstum ist bspw. der Ausbau der Munitionsproduktion. Am Standort Berlin-Wedding entsteht aktuell eine neue Fertigungsstätte für Komponenten von 155-mm-Artilleriemunition. Die Produktion soll ab Mitte 2026 anlaufen und dient als Zulieferbasis für bestehende Werke, unter anderem in Unterlüß. Es handelt sich dabei um die erste Rüstungsproduktion in Berlin seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs.
Die geplanten Kapazitätssteigerungen sind erheblich: Während Rheinmetall im Jahr 2022 noch rund 70.000 Einheiten dieser Munition produzierte, soll die Jahreskapazität bis 2027 auf 1,1 Millionen und bis 2030 auf 1,5 Millionen Einheiten steigen. Parallel dazu wird auch die Produktion von Luftabwehrsystemen ausgeweitet, mit einem Ziel von bis zu 400 Einheiten jährlich bis 2027.
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Zusätzliche Impulse könnten aus dem Drohnensegment kommen. Medienberichten zufolge plant das Bundesverteidigungsministerium einen Rahmenvertrag über bis zu 2,4 Milliarden Euro für das System „Raider“. Eine erste Beauftragung im Umfang von rund 300 Millionen Euro ist vorgesehen, wobei das Gesamtvolumen an technische Voraussetzungen geknüpft ist.
Die Einschätzungen der Analysten fallen unterschiedlich aus. Während einige Häuser von weiterem Wachstumspotenzial ausgehen, bleiben andere vorsichtiger in ihrer Bewertung. Im Durchschnitt jedoch gehen die Experten von Kurszielen bei rund 2.040 Euro aus. Das ist durchaus erheblich und eine große Chance für die Rheinmetall.
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