Seit dem NATO-Gipfel ist die Aktie von Rheinmetall nach einer spürbaren Konsolidierung wieder dabei, sich zu stabilisieren. Auf dem aktuellen Kursniveau bildet sich nun ein Boden, er im besten Fall die nächste Aufwärtsbewegung einleiten sollte. Währenddessen reißen die guten Unternehmensnachrichten nicht ab.

„Seasnake“ und die Ausschreibung für 30mm-Kaliber

Die Deutsche Marine plant eine umfassende Modernisierung ihrer Nahbereichsverteidigung und sucht nach neuen Waffensystemen im Kaliber 30×173 mm, die insbesondere gegen Drohnen und asymmetrische Bedrohungen wirksam sein sollen. Rheinmetall ist hierbei der einzige deutsche Anbieter mit einem entsprechenden System im Angebot, dem „Seasnake“-Waffensystem. Es wird vermutet, dass die aktuelle Ausschreibung stark auf dieses System zugeschnitten ist, was Rheinmetall eine hervorragende Position für den Zuschlag verschafft.

Fähigkeit zur Airburst-Munition (ABM)

Systeme wie die Seasnake sind in der Lage, sogenannte „Airburst-Munition“ (ABM) zu verschießen. Diese Munition detoniert nicht beim Aufprall, sondern in einer bestimmten Entfernung vor dem Ziel, was die Effektivität gegen kleine, schnell fliegende Ziele wie Drohnen erheblich steigert. Dies ist ein entscheidendes Merkmal für die moderne Nahbereichsverteidigung.

Fokus auf Drohnenabwehr

Angesichts der aktuellen Bedrohungslage durch Drohnen in modernen Konflikten ist die Entwicklung und Lieferung von Marinegeschützen, die speziell für die Drohnenabwehr optimiert sind, von großer Bedeutung. Rheinmetall positioniert sich hier als führender Anbieter.

Rheinmetall spielt eine zentrale Rolle bei der Ausstattung der Deutschen Marine mit modernen Marinegeschützen, insbesondere im Bereich der Nahbereichsverteidigung und der Abwehr neuer Bedrohungen wie Drohnen. Das Unternehmen profitiert dabei von seiner umfassenden technologischen Expertise und seiner Position als deutscher Rüstungsanbieter. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird auch dieser Auftrag an die Düsseldorfer Rüstungsschmiede gehen.

Die Aktie ist dennoch aktuell noch insgesamt nicht in absoluter Bestverfassung. Die Kursziele von 2.000 Euro bis 3.000 Euro, von Bankanalysten ausgesprochen, sind noch recht weit entfernt.